Die Gewölbedecke der Nikolaikirche © Stadtmuseum Berlin | Foto: Michael Setzpfandt
 

Nikolaikirche

Mittelalterliches Baudenkmal und Museum

Die Nikolaikirche prägt seit fast 800 Jahren das Nikolaiviertel und das Zentrum von Berlin: einst als Gotteshaus, jetzt als Museum der Kirchen-, Bau- und Stadtgeschichte. Die aus Felsteinen gemauerten, für Besucher zugänglichen Untergeschosse des Doppelturms gelten als die ältesten Räume Berlins, die heute noch erhalten sind.

Seit seinem Wiederaufbau zur 750-Jahr-Feier Berlins ist das einzigartige Baudenkmal ein Museum. Es beherbergt die Dauerausstellung Vom Stadtgrund bis zur Doppelspitze, die Einblicke in die Geschichte des Bauwerks und des benachbarten Nikolaiviertels bietet. Veranstaltungen und Konzerte, darunter ein wöchentliches Orgelspiel am Freitag, laden zu weiteren Besuchen ein. Ein eigenes Programm wendet sich an Kinder und Jugendliche.

Ein Ort der Bürger

Außenansicht der Nikolaikirche

Die Nikolaikirche war nicht nur ein Ort des Glaubens und eine Begräbnisstätte bedeutender Berliner Familien, sondern auch Ratskirche (Hauptkirche der Stadt) und Schauplatz historischer Ereignisse. Hier im Herzen des Nikolaiviertels wurde 1809 die erste Stadtverordnetensammlung vereidigt. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung konstituierte sich 1991 an gleicher Stelle das erste frei gewählte Gesamtberliner Abgeordnetenhaus. Seit 1939 nicht mehr kirchlich genutzt, steht die Nikolaikirche seit 1987 als Museum den Bürgern der Stadt und Besuchern aus aller Welt offen.

Wechselvolle Geschichte

Im Laufe der Geschichte wurde die Nikolaikirche mehrfach umgebaut und stilistisch verändert. Baugeschehen und Ausstattung spiegelten dabei immer auch den Gestaltungswillen und die wirtschaftliche Leistungskraft der Berliner Bürger wider. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts prägt der charakteristische Doppelturm die Silhouette der Stadtmitte. 

Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein Bombenagriff 1944 die Nikolaikirche fast völlig. Bis 1984 blieb sie eine Ruine. Wie das Nikolaiviertel wurde auch die Nikolaikirche erst zur 750-Jahr-Feier von Berlin im Jahr 1987 wiederaufgebaut. Mit Hilfe von Mitteln der Europäischen Union konnte das Stadtmuseum Berlin das Gebäude von 2008 bis 2010 besucherfreundlich sanieren. Mit ihrer wechselvollen Geschichte präsentiert sich die Nikolaikirche heute wieder als herausragendes Baudenkmal und als vielbesuchte Sehenswürdigkeit der Stadt.

Konzerte und Orgelmusik

Das Museum Nikolaikirche ist nicht nur ein Ort bewegter Kirchen-, Stadt- und Architekturgeschichte. Hier wirkten auch bekannte Musiker und Komponisten. Noch heute finden hier regelmäßig Konzerte statt, etwa die jährlichen Adventskonzerte oder die wöchentliche Nikolai-Musik am Freitag.

+++ Vorschau +++

Museum Nikolaikirche

Öffnungszeiten

täglich 10–18 Uhr

Wegen Konzertveranstaltungen ist das Museum an den Advents-Sonntagen (27.11., 4.12., 11.12., 18.12.) bereits ab 15 Uhr geschlossen (Konzerteinlass ab 15:30 Uhr).
Bitte beachten Sie auch unsere Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Eintrittspreis

5,00 / erm. 3,00 Euro (inkl. Audioguide)
bis 18 Jahre Eintritt frei
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei

Barrierefreiheit

Details auf Mobidat.

geprüft barrierefrei

Adresse

Nikolaikirchplatz
10178
Berlin
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