01.06.2016

Mittelalterliche Textilkunst und zeitgenössische Gedichte

Das Zehdenicker Altartuch im Bundeswettbewerb »lyrix«

Zum neunten Mal lädt der Deutschlandfunk in diesem Jahr zum Bundeswettbewerb »lyrix« für junge Lyrik. Dahinter steht die Idee, zeitgenössische Gedichte mit wechselnden Objekten aus Museen in Verbindung zu bringen und sich dadurch zu eigener Dichtung inspirieren zu lassen. Jeden Monat steht dabei ein anderes Museum im Mittelpunkt. Im Juni: das Zehdenicker Altartuch in der Berliner Nikolaikirche. 

Jugendliche und Erwachsene im Alter von zehn bis zwanzig Jahren sind dazu aufgerufen, ihre Gedichte einzusenden. Aus allen Einsendungen werden jeden Monat fünf Gewinner gekürt, aus denen eine Jury am Jahresende die zwölf Jahressieger auswählt. Zu gewinnen gibt es für sie eine Reise nach Berlin mit Schreibwerkstätten, Sprech- und Performancetrainings. Parallel zum »lyrix«-Wettbewerb finden überall in Deutschland Schreibwerkstätten mit zeitgenössischen Autoren statt, in denen Jugendliche kreatives Schreiben lernen und eigene Texte erarbeiten können.

Weitere Informationen zum Wettbewerbsthema des Monats Juni auf der Website des Deutschlandfunks.

Das Zehdenicker Altartuch

Indem Sie das Bild per Maus anklicken oder auf dem Touchpad berühren, öffnet Sie eine animierte Ansicht des Zehdenicker Altartuchs. © Stadtmuseum Berlin

Das Zehdenicker Altartuch stammt aus der Zeit um das Jahr 1300. Es gehört zur den wichtigsten Schätzen der mittelalterlichen Textilkunst in Nordostdeutschland. Es wurde vermutlich von den Nonnen des Zisterzienserinnenklosters in Zehdenick gefertigt. Das Tuch fasziniert zum einen durch seinen Bilderreichtum, zum anderen durch die verwendeten textilen Techniken. Trotz seiner reinen Einfarbigkeit hat es eine äußerst vielseitige und abwechslungsreiche Wirkung. Das 3,80 m lange und 1,60 m breite Tuch besteht aus allerfeinstem Leinengewebe. Es ist aus 76 einzelnen, sternförmigen Tuchstücken zusammengesetzt. Diese sind mit biblischen Darstellungen bestickt. Die einzelnen Bildflächen und Details heben sich nur durch verschiedene Muster voneinander ab, die durch unterschiedliche Sticktechniken entstehen. 

Als Dauerleihgabe des Evangelischen Stifts Kloster Zehdenick befindet sich das Altartuch in der Obhut des Stadtmuseums Berlin. Dort ist es Teil der Dauerausstellung im Museum Nikolaikirche

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