10.12.2021

Zeitgenössische Kunst für die Sammlungen

Neuerwerbungen von Grafik, Malerei und Fotografie

Besucher:innen des Museums Nikolaikirche werden Werke aus der Sonderschau features – 10 Sichten auf Berlin von 2020/2021 wiedererkennen: Dank der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin konnten auch in diesem Jahr Arbeiten von acht Berliner Künstler:innen angekauft und von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa an das Stadtmuseum Berlin übereignet werden.

Die Arbeiten wurden auf Vorschlag der Förderkommission Bildende Kunst erworben, in der auch Kurator:innen des Stadtmuseums Berlin mitarbeiten.

Innovative Arbeiten und renommierte Künstler:innen

Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin bewilligte im Jahr 2021 insgesamt 250.000 Euro Ankaufmittel für verschiedene öffentliche Berliner Sammlungen zeitgenössischer Kunst, die selbst über keinen Ankaufetat verfügen. Damit ergab sich für das Stadtmuseum Berlin ein weiteres Mal die Möglichkeit, junge und innovative künstlerische Arbeiten zu erwerben sowie vorhandene Sammlungen durch Werke renommierter Künstler:innen zu ergänzen.

Die Ankäufe für das Stadtmuseum Berlin im Gesamtwert von 85.000 Euro umfassen Arbeiten von Patricia Bucher, Dagmar Gester, Robert Herrmann, Thomas Kilpper, Götz Lemberg, Thomas Ravens, Petra Trenkel und Helen Verhoeven.

Patricia Bucher

Patricia Bucher (geb. 1976 in Aarau/Schweiz) studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und an der School of Visual Arts in New York. Zu den zahlreichen eigenen Präsentationen und Ausstellungsbeteiligungen der freischaffenden Künstlerin gehörte 2020/2021 die Beteiligung an der Schau features – 10 Sichten auf Berlin im Museum Nikolaikirche.

Patricia Bucher hat in den vergangenen Jahren ein großes, komplexes Werk geschaffen, das sich mit Zeichen, Sprache, Bedeutung und Struktur auseinandersetzt. Dabei gilt ihre Aufmerksamkeit alltäglichenen Dingen, Symbolen, Piktogrammen und Bildern. Dies zeigt sich auch in der Bild-Objekt-Arbeit Schnapp Schuss, die 2020 in der Sonderschau features im Museum Nikolaikirche zu sehen war. Sie nimmt darin die Jahre 1987 bis 1989 in Berlin in den Fokus, die sie selbst nicht vor Ort miterlebt hat. Zu den Ereignissen in Ost- und West-Berlin gehören das gescheiterte Magnetbahn-Projekt, das Nilpferd Knautschke aus dem West-Berliner Zoo und ein Punkrock-Konzert in der Ost-Berliner Zionskirche, einem wichtigen Ort für die Bürger:innen-Bewegung der ehemaligen DDR. Diese stadtgeschichtlich relevanten Themen sind bereits in der Folge von 25 jetzt angekauften Vorzeichnungen angelegt. Sie dokumentieren den künstlerischen Arbeitsprozess hin zur verknappten, abstrakten Formensprache. Die ersten Arbeiten Patricia Buchers im Bestand des Stadtmuseums Berlin sind über den inhaltlichen Aspekt hinaus auch hinsichtlich der künstlerisch-technischen Umsetzung ein Zugewinn.


Computer-Gesamtentwurf für die Arbeit „Schnapp Schuss“, für die 25 Bleistift-Vorzeichnungen in den Formaten 21,0 x 29,6 cm und 29,6 x 21,0 cm erworben werden konnten. © Patricia Bucher

Dagmar Gester

Dagmar Gester (geb. 1976 in Bremerhaven) schloss ihr Studium an der FU Berlin 2002 als Diplom-Politologin ab. Sie leitete bis 2006 EU-Projekte zur Förderung der Minderheitenrückkehr und Überwindung von Kriegstraumata von Geflüchteten. Von 2006 bis 2009 war sie Dozentin zu Politik und Gesellschaft in Mittelost- und Südosteuropa beim Ostwärts e.V. Berlin. Seit 2008 ist Dagmar Gester freischaffende Fotografin und Künstlerin. Arbeiten von ihr befinden sich unter anderem im Berliner Deutschen Historischen Museum.

In ihren freien fotografischen Projekten setzt Dagmar Gester den Fokus auf Themen, die eine Welt im Umbruch mit sich bringt („Anyhow“ 2012–14, „Abandoned Promises“ bis 2016, „Politische Akte“ seit 2019). Die Serie „Was bleibt“ aus dem Jahr 2016 ist Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit Erfahrungen von Flucht und Migration. Sie geht darin auf den Verlust von Heimat und Identität von Geflüchteten aus verschiedenen Regionen der Welt ein.

Die fotografische Darstellung konzentriert sich auf das was bleibt: Gegenstände, die Flüchtende auf ihrem mitunter langen und an Stationen reichen Weg in ihre neue Heimat mitgebracht haben. Sachlich-minimalistisch sind diese Gegenstände auf weißem Untergrund abgelichtet und optisch ihrem Kontext entzogen. Diesen „Sachaufnahmen“ sind Name und Alter der Besitzer:innen bei Ankunft in Deutschland sowie das Jahr der Ankunft und die Stationen der Flucht hinzugefügt. Dagmar Gester schafft dadurch eindringliche Portraits der Geflüchteten, ohne diese abzubilden. Sie eröffnet damit für die Betrachtenden Denkräume, eine Basis für den Dialog in der Gesellschaft. Die Fotoserie ist eine formal überzeugende wie inhaltlich wichtige Werkgruppe für die Arbeit des Stadtmuseums Berlin.


„Bibel“, aus der Serie „Was bleibt“, 2016. 20 Farb-Fotografien (mit Holzrahmen, 58 x 44 cm)
LUCIA PRO Pigmenttinte auf Hahnemühle Photo Rag Ultra Smooth 305 gr. auf Aludibond © Dagmar Gester

Robert Herrmann

Robert Herrmann (geb. 1982 in Berlin) studierte Architektur an der TU Berlin. 2012/13 folgte ein Studium an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Seit 2011 ist Herrmann in verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen präsent (z.B. Fotogalerie Friedrichshain, Fotopioniere Berlin, Warsaw Photo Days, Atelier Kirchner Berlin). Es folgten Veröffentlichungen wie „Berlin bald fertig“ (Ausstellungskatalog 2020).

Der Fotograf Robert Herrmann widmet sich in seinen Arbeiten dem urbanen Raum. In seiner Ausstellung „Berlin bald fertig“ versammelte er 2020, durchaus augenzwinkernd, diverse berühmte und weniger berühmte Bauprojekte der jüngeren Berliner Gegenwart. Zu dieser Gruppe gehört das 14-teilige Panorama „Bodestraße“. Es besticht durch die Wahl des Motivs und die Neuinterpretation der Technik des Panoramas. Herrmann nimmt in 14 Aufnahmen jene Seite der Bodestraße in den Fokus, die mit der James-Simon-Galerie, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie, den vorgelagerten Kolonnaden und den angrenzenden Brücken rekonstruiertes und modernisiertes Weltkulturerbe sowie Architektur der Gegenwart miteinander verbindet. Jede der Aufnahmen ist ein für sich komponiertes Bild. Zusammen erscheinen sie wie eine Allsicht, eine „Abwicklung“ der Gebäudefolge, wie sie den Betrachter:innen in der Realität nicht möglich wäre.

Das Werk ist eine willkommene Bereicherung der Sammlung des Stadtmuseums Berlin, das mit einer der frühesten erhaltenen Berlin-Fotografien von Leopold Ahrendts (1855) sowie Aufnahmen von Georg Bartels und Max Missmann sowohl die klassische Panoramafotografie als auch mit Arbeiten von Theo Löber, Heinz Lieber, Otto Borutta oder Arwed Messmer die Entwicklung bis in die Gegenwart nachvollziehen kann.


Panorama „Bodestraße“, 2020. Giclée-Drucke à 30 x 40 cm auf Hahnemühle FineArt Pearl 285 g/qm in Holzrahmen, Esche dunkel (Gesamtansicht der 14 Teile, von denen 10 im Jahr 2021 erworben werden) © Robert Herrmann

Thomas Kilpper

Thomas Kilpper (geb. 1956 in Stuttgart) studierte Malerei und Bildhauerei an den Kunstakademien in Nürnberg und Düsseldorf, dort bei dem Schweizer Maler, Grafiker und Bildhauer Alfonso Hüppi. An der Städelschule in Frankfurt am Main wurde Kilpper 1998 Meisterschüler von Georg Herold. Zu den zahlreichen Projekten und Ausstellungsbeteiligungen des freischaffenden Künstlers gehörte 2020 die Teilnahme an der Schau features – 10 Sichten auf Berlin 2020/21 im Museum Nikolaikirche.

Im Mittelpunkt der Arbeit von Thomas Kilpper stehen komplexe Projekte, die gesellschaftliche Umbrüche und geschichtliche Prozesse reflektieren. Für features schuf Thomas Kilpper 2020 seinen großformatigen Holzschnitt „All Black Lives Matter und die Opfer rechter Gewalt in Berlin“. Darin spielt er auf Berlins Rolle als Zentrum linker und anti-rassistischer Bewegungen an. So wie in den USA der schwarzen Opfer von Polizeigewalt gedacht wird, erinnert Kilpper in seinem Holzschnitt an Menschen, die in Deutschland Opfer von rechter und rassistischer Gewalt geworden sind. Er spannt den zeitlichen Bogen von der Student:innen-Bewegung um Rudi Dutschke der 1960er Jahre und der Hausbesetzer:innen-Bewegung in den 1980er Jahren über die NSU-Morde bis zu den jüngsten Solidaritäts-Demonstrationen gegen rassistische Gewalt unter dem Motto „Black Lives Matter“. Kilppers Werk ist ein Plädoyer für den Widerstand und für das Weitermachen. Die großformatige Arbeit ist in ihrer politischen Aussage und überzeugenden künstlerischen Interpretation ein wichtiges Dokument für die zukünftige Arbeit des Stadtmuseums Berlin. 


„Black Lives Matter und andere Opfer Rechter Gewalt in Berlin“, 2020. Holzdruck (mit der Hand gedruckt) auf Römerturmpapier (Manilla Hanf Langfaser), Unikat in Blau, Blattmaß: 450 x 200 cm (5-teilig), im Foto motivgleicher Holzschnitt-Druckstock © Thomas Kilpper

Götz Lemberg

Götz Lemberg (geb. 1963 in Frankfurt am Main) studierte von 1983 bis 1989 Geschichte und Amerikanistik an der FU Berlin. Nach einem Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin war er als Komponist und Autor tätig, arbeitete für den Hörfunk, schuf Klang-, Licht- und Raum-Installationen und beteiligte sich an Projekten zur Kunst am Bau. Seit 2012 ist er vor allem mit fotografischen Arbeiten präsent.

Zentrales Thema von Götz Lembergs Arbeiten in den verschiedenen Kunstgattungen ist die Frage nach der Widerspiegelung von Realität durch Wahrnehmung. Seit 2012 setzte er sich fotografisch mit den die Kulturlandschaft Berlin-Brandenburg prägenden Flüssen auseinander. Nach Oder und Havel hat er seine Flüsse-Trilogie 2020 mit der Spree abgeschlossen. Er geht konzeptionell systematisch wie subtil vor. Auch in „Spree-Cuts“ konstruiert er ein Schein-Panorama aus Hunderten Wirklichkeitsausschnitten. Jeweils von der Flussmitte aus nahm er in regelmäßigen Abständen Fotografien der Spreeufer im Gebiet Berlins auf, die er mit Bildern des Wassers und des Himmels kombinierte und mit weiteren großformatigen Bildern ergänzte. Mit seiner Technik von Konstruktion und Verdichtung, Dekonstruktion und Neukonstruktion schafft er ein historisch einzigartiges Portrait der Stadt-Fluss-Landschaft.

Die Auswahl aus der Werkgruppe „SPREE CUTS“ von Götz Lemberg bietet für das Stadtmuseum Berlin die Möglichkeit, künftigen Generationen einen so nicht wiederholbaren „Schnitt“ durch den Berliner Stadtraum und die Stadtentwicklung vorzuführen. Sie ist zudem eine konzeptionell neue Position der (Stadt-)Landschafts-Fotografie.


Ohne Titel (Ausschnitt, rechte Flussseite), aus der Werkreihe „SPREE CUTS. Porträt einer FlussStadtLandschaft“, 2020.  61x1200 cm, Pigmentprint auf Hahnemühle Photo Rag 308g © Götz Lemberg

Thomas Ravens

Thomas Ravens (geb. 1964 in Moers) studierte von 1986 bis 1989 Linguistik und Philosophie an der Universität Bielefeld. Es folgte 1989 ein Studium der Bildenden Kunst an der damaligen Berliner Hochschule der Künste. 1995 war er dort Meisterschüler von Professor Dieter Appelt. Zu seinen zahlreichen eigenen Präsentationen und Ausstellungsbeteiligungen gehörte 2020 seine Teilnahme an der Schau features – 10 Sichten auf Berlin im Museum Nikolaikirche.

Thomas Ravens entwirft phantastische Hochglanz-Dystopien, lichtversessen, poetisch und ironisch gebrochen. Zwei Metaphern bestimmen diese Bilder: die der Stadt als Landschaft und die des Lichts. Architektur erscheint hier einmal mehr als Schnittpunkt zwischen Ästhetik, Politik und Sozialem. 

Ravens‘ Zeichnung „City upon two hills“ ist ein fast motivgleicher Entwurf für das großformatige Werk gleichen Titels, das in der features-Ausstellung in Museum Nikolaikirche gezeigt wurde. Der Künstler hat programmatisch eine fiktive Großstadt auf zwei Hügeln angelegt, auf denen jeweils die gekippten Fassaden von prominenten Bauwerken verrotten: der Palast der Republik und das Berliner Stadtschloss. Ihre Architekturen repräsentieren zwei ideologische Pole. Der Palast der Republik verkörpert die Vision eines kommunitären, gemeinschaftlichen Gesellschaftssystems, die für Ravens auch in der ehemaligen, von sozialer Marktwirtschaft geprägten Bundesrepublik galt. Die künstlich reproduzierte Fassade des Stadtschlosses (Humboldt Forum) verkörpert in diesem Universum absolutistischen, neoliberalen Herrschaftsanspruch und die „Disneyfizierung“ von Geschichte. Ravens‘ Bild zeigt keine Endzeit, sondern die ständige ideologische Überbauung der Stadt. Vor diesem Hintergrund ist das Bild ein wichtiges künstlerisches Zeugnis für eine der Hauptaufgaben des Stadtmuseums Berlin, Berlins Schicksal „immerfort zu werden und niemals zu sein“ (Karl Scheffler, 1910) darzustellen. 


„City upon two hills” (Entwurf), 2020. Wasserfarben, Tusche, Bleistift auf Papier, Blattmaß: 43,8 x 99,7 cm © Thomas Ravens

Petra Trenkel

Petra Trenkel (geb. 1968 in Bischofsheim) studierte Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main und am National College of Art and Design in Dublin. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Deutschland und den USA gezeigt. 2020/21 nahm sie an der Ausstellung features – 10 Sichten auf Berlin im Museum Nikolaikirche teil.

Petra Trenkel bildet in ihrer Malerei und ihren Zeichnungen vor allem urbane Situationen ab. Alltägliches wird visuell verdichtet, Eindrücke von scheinbar vergessenen oder menschenleeren Orten werden zu großstädtischen Stillleben. Charakteristisch für die häufig De Stijl-artigen Kompositionen ihrer Arbeiten sind gebrochene Farben, ein dünner Farbauftrag sowie ein zurückgenommener Pinselstrich.

Die zwei neu angekauften Ölskizzen entstanden in Annäherung und Vorbereitung zu dem Gemälde „Flugfeld“(2020, Öl auf Leinwand), das in der features-Ausstellung im Museum Nikolaikirche präsentiert wurde und in der Zwischenzeit vom Stadtmuseum Berlin erworben werden konnte. Aktuell ist das Gemälde in der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum zu sehen.

Wie bei vielen ihrer Bilder tritt der konkrete Ort durch die Malerei zurück und verwandelt sich in einen Platz der Öffentlichkeit, der bestimmt wird von der Freiheit des weiten Blicks auf eine urbane Landschaft.  Das Tempelhofer Feld ist in seiner Einmaligkeit und wechselvollen Nutzungsgeschichte ein wichtiges Thema in der Arbeit des Stadtmuseums Berlin. Petra Trenkels künstlerische Annäherungen an den Ort kommen dem sehr entgegen.  


Vorstudie 2 zum Gemälde „Flugfeld“, 2020. Öl auf Leinwand. 45 x 90 cm © Petra Trenkel

Helen Verhoeven

Helen Verhoeven (geb. 1974 in Leiden/Niederlande) studierte am San Francisco Art Institute, an der New York Academy und an der Rijksakademie van beeldende kunsten Amsterdam. Neben zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen und Einzelpräsentationen war sie mit der Arbeit „Noon“ in der Ausstellung features – 10 Sichten auf Berlin im Museum Nikolaikirche zu sehen.

Das in Grisaille – also ausschließlich in Grautönen – ausgeführte großformatige Gemälde zeigt eine Beerdigungsszene in einer Kirche, die wie ein Bühnenbild aus unterschiedlichen Elementen zusammengesetzt ist. Mit großem Abstand stehen Menschen wie eingefroren im Raum, alle in sich und ihrer Trauer versunken. Im Volksglauben der Antike und des Mittelalters war die Vorstellung verbreitet, dass die Mittagsstunde (englisch noon) eine bevorzugte Zeit für das Erscheinen von Geistern sei. Diese Mittagsdämonen lösen Bewegungsunfähigkeit, Verstummen, Melancholie aus – Zustände, die auch Verhoevens Bild vermittelt.

Der Albtraum langzeitiger, erzwungener räumlicher und körperlicher Distanz und Isolation wird seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie im März 2020 von vielen Menschen als real erlebt. Die Künstlerin spricht „vom Unwirklichen, das wirklich wird“. Als sie von Freund:innen hörte, wie einsam und entfremdet Beerdigungen im Lockdown verliefen, entschloss sie sich, dieses Motiv aufzugreifen. Die abgebildeten Details eines Kirchenraumes sind eine Reverenz an den Ort der Ausstellung features – 10 Sichten auf Berlin, die Nikolaikirche in Berlin. Das Gemälde von Helen Verhoeven kann als eine Möglichkeit der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der weltweiten Pandemie gelesen werden und ist auch deshalb eine willkommene Neuerwerbung für die Gemäldesammlung des Stadtmuseums Berlin.


„Noon“, 2020. Öl auf Leinwand, 200 x 440 cm © Helen Verhoeven

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