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title: "Stiftung Archiv der Sozialen Künstlerförderung Berlins"
date: 2025-02-10
last_modified: 2026-05-18T10:58:01+02:00
generated_at: 2026-05-26T08:04:00Z
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description: "Unselbstständige Stiftung am Stadtmuseum Berlin zur Bewahrung des Archivs der ehemaligen Sozialen Künstlerförderung Berlins (1951-2004)"
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# Stiftung Archiv der Sozialen Künstlerförderung Berlins

# Archiv der Sozialen Künstlerförderung

Als unselbstständige Stiftung am Stadtmuseum Berlin hat das Archiv den Auftrag, Kunstwerke der ehemaligen Sozialen Künstlerförderung Berlins (1951-2004) zu bewahren und für Berliner:innen zugänglich zu machen.

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/01/SASK_6_MelanieHuber-e1737556054272-300x293.jpeg)

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> „Notstandsprogramm für Bildende Künstler“ oder „Künstler-Noteinsatz“: 1951 wurde das West-Berliner Programm aus Mitteln des Marshall-Plans ins Leben gerufen.

Es bot arbeitslos gemeldeten, auf finanzielle Unterstützung angewiesenen Künstler:innen die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt durch künstlerische Arbeit zu verdienen. Heute mitunter international bekannte Künstler:innen, wie [Hannah Höch](https://sammlung-online.stadtmuseum.de/Result/Index?page=1&q=%22Hannah%20H%C3%B6ch%22) (1889-1978), Georg Baselitz (geb. 1938) oder Cornelia Schleime (geb. 1953), konnten so in prekären Zeiten ihre künstlerische Existenz sichern. Der Senat vergab im Rahmen des Förderprogramms klar umrissene Aufträge für Kunstwerke zu einem jeweils festgelegten Entgelt. Das Programm wurde 2004 eingestellt.

## Die Stiftung am Stadtmuseum Berlin

Im Jahr 2022 gründeten das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und die Stiftung Stadtmuseum Berlin die unselbstständige Stiftung Archiv der Sozialen Künstlerförderung Berlins. Im Jahr 2024 wurde damit begonnen, den Bestand wissenschaftlich zu erschließen. Diese Arbeit wird in den folgenden Jahren fortgesetzt. Als Teil ihres Auftrags entwickelt die Stiftung außerdem ein Konzept, Kunstwerke und dazugehörige Archivalien mittelfristig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so einen Beitrag zur einzigartigen Kunst- und Sozialgeschichte des geteilten und des wiedervereinigten Berlins zu leisten.

## Das Depot

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![Außenansicht des niedrigen Flachdach-Gebäudes](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/SASK_1_MelanieHuber-e1737556753921.jpeg) Das Depot des Archivs der Sozialen Künstlerförderung in Mariendorf.   ![Depot-Innenraum mit eingelagerten Kunstwerken](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/SASK_2_MelanieHuber.jpeg) Über 15.000 Werke von mehr als 2.000 Künstler:innen werden hier gelagert.   ![Abstrakte männliche Büste](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/SASK_4_MelanieHuber.jpeg) Skulpturen im Depotregal   ![Aufgestellte Leinwände in einem Regal in einer Lagerhalle, ein Gemälde mit dem Porträt einer Frau sticht heraus](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/SASK_10_MelanieHuber-e1739260933518.jpeg) Blick ins Depot der Stiftung Archiv der Sozialen Künstlerförderung Berlins in Mariendorf.   ![Abstraktes Gemälde](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/01/PeterSteinforth_SASK_SSB_1951-I-125.jpg) Peter Steinforth (1923-1981), Blick von der Wiesenstraßenbrücke, 1951, Öl auf Faserplatte, Rahmenmaß 102,6 x 127,8 cm  ##### Die Anfänge

Die **Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins** haben sich im Januar 2026 der Entstehungsgeschichte des Förderprogramms gewidmet. Lesen Sie hier das ganze Heft als kostenfreien Download!

![Titelblatt der Zeitschrift (Ausschnitt)](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/02/mitteilungen-verein-geschichte-berlins-2026-1.jpg)

[   Jetzt downloaden! ](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/02/mitteilungen-verein-geschichte-berlins-2026-1.pdf)

## Fragen &amp; Antworten

### Wie viele Kunstwerke umfasst der Bestand?

Der Bestand umfasst über 15.000 Werke von mehr als 2.000 Künstler:innen. Diese Werke werden wissenschaftlich erschlossen, erforscht und digital zugänglich gemacht.

### Welche Kunstwerke enthält der Bestand?

Der Bestand enthält Gemälde, Arbeiten auf Papier, Fotografien, Raum-Installationen, Skulpturen und Plastiken sowie die dazugehörigen Dokumente.

### Wer ist Eigentümer des Bestands?

Das Landesamt für Gesellschaft und Soziales (LAGeSo) ist neben dem Stadtmuseum Berlin der hauptsächliche Eigentümer der Kunstwerke und der Archivalien. Als nachgeordnete Behörde der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales war das LAGeSo für die Soziale Künstlerförderung und die Verwaltung ihrer Kunstwerke verantwortlich, da es sich um ein soziales Förderprogramm handelte. Das LAGeSo hat die neu gegründete Stiftung mit der Erschließung und Erforschung des Bestands sowie mit der Erstellung eines Betriebskonzepts beauftragt.

### Was geschieht mit dem Bestand?

Die Erschließung der Kunstwerke erfolgt chronologisch nach Jahrzehnten – beginnend mit den 1950er Jahren bis 2003, dem letzten Jahr der Förderung. Die Werke werden konservatorisch begutachtet, ausgemessen, fotografiert und digitalisiert. Zeitgleich forscht die Stiftung zu den Werken, den geförderten Künstler:innen und zur Geschichte des Förderprogramms.

### Wann ist der gesamte Bestand erschlossen?

Die Grunddaten des Gesamtbestands werden voraussichtlich bis 2027 erschlossen sein.

## Hintergrund

Die geförderten Künstler:innen wurden damit beauftragt, neue Werke zu schaffen, die für die Ausstattung öffentlicher Einrichtungen wie – Behörden, Krankenhäuser, Heime, Schulen oder staatseigene Unternehmen bereitgestellt wurden und von diesen entliehen werden konnten. Später konnten auch private Unternehmen und Personen Werke ausleihen. Noch nach Ende der Förderung konnten die Werke aus der Artothek Soziale Künstlerförderung ausgeliehen werden.

##### Kunstwerke als Beitrag zur Stadtgeschichte

Zu Beginn der Förderung in den 1950er Jahren erhielten die Künstler:innen zudem den Auftrag, bestimmte Motive umzusetzen – etwa neu errichtete oder wiederhergestellte Gebäude, neue Straßen oder Parkanlagen in den West-Berliner Bezirken. Auch Werke im öffentlichen Raum wurden über die Förderung realisiert. Der Wiederaufbau West-Berlins sollte so dokumentiert und aktiv unterstützt werden.

## Ab 1990 berlinweite Förderung

Von Beginn des Förderprogramms an hatte eine Auswahlkommission den Auftrag, die künstlerische Qualität der Werke sicherzustellen. Die Kommission setzte sich mehrheitlich aus Künstler:innen der Berliner Berufsverbände und Hochschulen zusammen, aber auch die Kunstabteilung des Berliner Senats sowie Berliner Kulturinstitutionen waren darin vertreten.

Interessierte Künstler:innen legten der Kommission Originale zur Begutachtung vor, anhand derer über eine Förderung entschieden wurde. Formale Voraussetzungen für die Förderung waren die Höhe des Einkommens, der Hauptwohnsitz in (West-)Berlin sowie die künstlerische Ausbildung.

Ab 1990 wurde die Förderung erweitert: Um auch Künstler:innen aus Ost-Berlin zu unterstützen, wurde die Fördersumme für das Gesamt-Programm verdoppelt. Im April 2004 wurde die Soziale Künstlerförderung auf Beschluss des Hauptausschusses des Abgeordnetenhauses eingestellt. Ausschlaggebend dafür war die Haushaltssituation des Landes Berlin.

### Warum am Stadtmuseum Berlin?

Der Bestand der Stiftung bietet wertvolle Einblicke für die Stadtgesellschaft. Er ist nicht nur kunsthistorisch interessant, sondern auch kultur-, sozial-, gesellschafts- und förderhistorisch bedeutend. Damit passt er hervorragend in die Thematik des Stadtmuseums Berlin, das die Berliner Geschichte und Kultur in öffentlichem Auftrag bewahrt und vermittelt.

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/01/SASK_5_MelanieHuber-300x225.jpeg)