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title: "100 Jahre Held(t)en: Werner Heldt und Burkhard Held"
date: 2024-02-13
last_modified: 2026-02-18T12:25:45+01:00
generated_at: 2026-05-25T09:39:58Z
url: "https://www.stadtmuseum.de/artikel/100-jahre-heldten-werner-heldt-und-burkhard-held"
description: "Zum 70. Todestag des Malers, Grafikers und Lyrikers Werner Heldt (1904 – 1954) zeigt die Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank Bilder von ihm und Burkhard Held (geb. 1953), darunter zwei aus unserer Sammlung."
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# 100 Jahre Held(t)en: Werner Heldt und Burkhard Held

![Gemälde, auf dem in dicken Pinselstrichen der Blick aus einem Fenster auf eine Straße zu sehen ist](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/02/Werner-Heldt_StillebenamFenster_300_RGB-300x215.jpg)

**Anlässlich des 70. Todestages des Malers, Grafikers und Lyrikers Werner Heldt (1904 – 1954), der zu den prägendsten Künstlern der Nachkriegszeit gehört, werden in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank Werke im Dialog mit frühen sowie aktuellen Arbeiten von Burkhard Held (geb. 1953) gezeigt. *Zu sehen sind auch zwei Werke von Werner Heldt aus der Gemäldesammlung des Stadtmuseums Berlin.***

## Ausstellung: 16.2. – 16.6.24

Die träumerische Wiedergabe der Innenwelt ist ein künstlerisches Merkmal Werner Heldts Darstellungen. Der Begriff „Traum“ findet sich in einer Sehnsucht nach Freiheit in der Ferne wieder – Zeit im Bild beschäftigt Werner Heldt sowie auch Burkhard Held.

Burkhard Held widmet sich in den 1980er und 1990er insbesondere den Themen „Figur und Raum“. Er denkt den Raum und die Figur nicht getrennt; der Raum umfasst in seinem Bild auch die Figur. Die scharfen, bescheidenen Flächen und angrenzenden Kanten der spanischen Architektur haben seine Figurenmalerei durchaus beeinflusst. Später löst sich die Figur im Malprozess immer mehr auf. Das Berliner Stadtbild als Heimatort mündet in die Sehnsucht nach Natur und die Weiten der Landschaft. Mit seinem Aufenthalt in Portugal ab 2018 öffnet sich Helds Blick für die Gegebenheiten des Meeres. Die landschaftlichen Kompositionen des Wassers in seinen Gemälden gewinnen an Farbintensität und Bildfläche. Die kontrastreichen, flächigen Elemente zeigen sich als Abstraktion des Gegenständlichen.

![Ein weißer Ausstellungsraum mit Deckenbeleuchtung, links ein großformatiges Gemälde, das eine Meeresansicht zeigt, rechts vier kleinere Gemälde in verschiedenen Rahmen. Es ist nicht zu sehen, was auf ihnen ist.](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/02/100-Jahre-Heldten_Natalia-Carstens-Photography_1-300x195.jpg)

In den Arbeiten „Berlin am Meer“, die in den vierziger Jahren entstanden sind, verwandelt Werner Heldt seine zerstörte Heimatstadt Berlin tagträumerisch in ein Meer. Die Werke der Nachkriegszeit weisen klar gezogene Linien sowie vergrößerte Flächen auf und trennen sie deutlich voneinander ab; es zeigen sich Elemente der mallorquinischen Architektur.

Mit Werner Heldts „Stilleben am Fenster“, aus der Sammlung des Stadtmuseum Berlin, die in den 1940er und 1950er Jahren entstanden sind, oder dem „Berliner Fenster“ (1988) von Burkhard Held wird die Heimat Berlin von außen und innen betrachtet. Das, was im Außen geschieht, wird registriert, aufgenommen und in Verbindung mit der inneren Gefühlswelt wiedergegeben; die Grundstimmung der Sehnsucht wird durch den Fensterblick verstärkt.

Auch in ihrer stilistischen Ausdrucksform finden Werner Heldt und Burkhard Held eine ähnliche Sprache, die sich in der sachlich abstrakten Expressivität ausdrückt. Die räumlichen Konstellationen, Gestalten und Objekte entstehen in der Erweiterung des Raumes, bzw. im Durchdringen, Dehnen und Formen von Fläche und der Befreiung von Grenzen.

### Werner Heldt

Werner Heldt wird 1904 in Berlin geboren und studiert von 1922 bis 1924 an der Kunstgewerbeschule; es entstehen seine ersten Arbeiten. Es folgt ein Studium an der Akademie der Künste in Charlottenburg. Impressionen der (nächtlichen) Stadt Berlin werden Gegenstand seines stillen, beobachtenden Schaffens. Die Jahre ab 1929 werden zu einem Wendepunkt für ihn. Während des Nationalsozialismus flieht er ins Exil nach Mallorca und setzt sich dort mit der bedrückenden Bedrohung in seiner Heimat auseinander. Im Jahr 1936 ist er mit dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges gezwungen nach Berlin zurückzukehren. Ab 1940 rückt er als Soldat im Zweiten Weltkrieg ein und kehrt 1946 aus britischer Kriegsgefangenschaft zurück. Bis 1949 lebt er in Berlin-Weißensee (Ost), bevor er nach Berlin (West) umzieht. Er stirbt im Jahr 1954 in Ischia (Italien).

### Burkhard Held

Burkhard Held wird 1953 in Berlin (West) geboren. Von 1972 bis 1978 studiert er an der Hochschule der Künste, Berlin (West). 1979 bis 1980 verbringt er einen einjährigen Studienaufenthalt in Garrucha (Spanien) mit einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seit 1993 ist er bis zu seiner Emeritierung als Professor an der Universität der Künste Berlin tätig. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Ausstellungsort

**Ort**
Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
Kaiserdamm 105
14057 Berlin

**Öffnungszeiten**
Di – So | 10 – 18 Uhr
Mo geschlossen

**Eintritt**
5 Euro / 3 Euro (ermäßigt)

[ weitere Infos](https://kunstforum.berlin/)

- [ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0227-225x300.jpeg)](https://www.stadtmuseum.de/thema/unterwegs)
- [ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/06/reiner-fetting-berliner-mauer-222x300.jpg)](https://www.stadtmuseum.de/thema/kunst)
- [ ![Die belebte Waisenbrücke über die Spree, im Vordergrund ein ankerndes Ausflugsschiff, im Hintergrund das Märkische Museum am Märkischen Platz mit Kaufhaus Neu-Kölln](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/01/alte-waisenbruecke-maerkisches-museum-300x219.jpg)

Berliner Orte

](https://www.stadtmuseum.de/thema/berliner-orte)
- [ ![Auszug aus dem Inventarbuch des Märkischen Provinzialmuseums und Ansichtskarte mit Kurfürstenbrücke (heute Rathausbrücke) und Preußischen Postkutsche um 1830](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/05/Seite-1-300x225.jpg)

Aktuelles

](https://www.stadtmuseum.de/thema/forschung-und-berichte)