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title: "Barbara Loftus – Eine Enterbung"
date: 2026-02-18
last_modified: 2026-03-30T07:47:03+02:00
generated_at: 2026-05-25T00:05:40Z
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# Barbara Loftus – Eine Enterbung

**Eine Ausstellung im Haus am Lützowplatz zeigt zahlreiche Werke der britischen Malerin aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin. Ihre Bilder beschäftigen sich mit der Verfolgung und Enteignung ihrer Mutter während der NS-Zeit.**

![Gemälde einer Frau, die die Treppe eines Gründerzeithauses hinuntergeht, darüber Ausstellungstitel, -laufzeit und -ort.](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/02/loftus-plakat-212x300.jpg)

## Ausstellung

## 27.03.–25.05.2026

Die Ausstellung **„Eine Enterbung“** im Haus am Lützowplatz (HaL) ist das Ergebnis einer seit 1994 andauernden künstlerischen Auseinandersetzung der britischen Malerin und Filmemacherin Barbara Loftus (\*1946) mit dem früheren Leben ihrer Mutter Hildegard, geborene Basch (1915–2007). Diese entkam dem NS-Regime im britischen Exil, während ihre Eltern und ihr Bruder am 14. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden.

Über die Kindheit der Mutter im [Berlin-Schöneberg](https://www.stadtmuseum.de/thema/schoeneberg) der [1920er Jahre](https://www.stadtmuseum.de/thema/1920er-jahre), über ihr Aufwachsen in der anfangs noch großbürgerlichen Wohnung in der Lutherstraße 51 (1939 umbenannt in Keithstraße 14), über die finanziellen Schwierigkeiten der Großeltern Sigismund und Herta während der Hyperinflation und der Weltwirtschaftskrise sowie schließlich über die ab 1933 einsetzende massive gesellschaftliche Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung bis hin zu Verfolgung, Deportation und Vernichtung – über all dies wusste die Tochter jahrzehntelang nichts Genaues.

![Das Gemälde zeigt zwei verzweifelte Frauen in ihrer Wohnung, die von SA-Männern ausgeräumt wird](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/02/Witnessing-the-Confiscation-Detail-2048x1428-1-300x209.jpg)

Erst im Alter von 79 Jahren begann Barbaras Mutter aus einer zufälligen Situation heraus, über diesen Teil ihrer Vergangenheit zu sprechen. Seitdem widmet sich ihre Tochter der zuvor verborgenen Familiengeschichte mit bemerkenswerter Hingabe und Stringenz. Barbara Loftus studierte von 1962 bis 1964 an der Harrow School of Art und anschließend von 1964 bis 1968 am Brighton College of Art. Nach mehreren Ausstellungen und Lehrtätigkeiten wurden die ab 1994 zugänglich gewordenen Erinnerungen ihrer Mutter zum Katalysator neuer künstlerischer Verfahren – etwa der archivbasierten Forschung oder des Dokumentarfilms – und zugleich zum Zentrum einer bis heute fortgeführten Werkserie.

## Barbara Loftus am Stadtmuseum Berlin

Ein Teil ihrer (re)konstruierten „Erinnerungsbilder“ wurde 2013/14 im [Museum Ephraim-Palais](https://www.stadtmuseum.de/museum/museum-ephraim-palais) aus Anlass des Themenjahres **„**Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938–1945**“** gezeigt, das an die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die Novemberpogrome erinnerte. Die dort ausgestellten Arbeiten wurden anschließend vom Land Berlin für die Sammlung des Stadtmuseums Berlin erworben. Eine Auswahl daraus bildet nun den Grundstock der Ausstellung im Haus am Lützowplatz, ergänzt um zahlreiche neue Arbeiten, einen 2018 entstandenen Film sowie eine neue Publikation.

Die Idee zur Ausstellung wurde von Paul Spies noch während seiner Amtszeit als Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin im Austausch mit Marc Wellmann und Barbara Loftus entwickelt. Die örtliche Nähe zur Keithstraße sowie der Umstand, dass die Ausstellungsräume am Lützowplatz zu einem Wohnhaus gehören, das sich bis 1938 in jüdischem Besitz befand, bildeten dabei die tragenden, bedeutungsstiftenden Motive.

Kuratiert von Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz (HaL).

*Text &amp; Bilder: Haus am Lützowplatz*

Über die Ausstellung

**Ort**
Haus am Lützowplatz (HaL)
Am Lützowplatz 9
10785 Berlin

**Öffnungszeiten und Eintrittspreise unter**:
[www.hal-berlin.de/ausstellung/eine-enterbung/](https://www.hal-berlin.de/ausstellung/eine-enterbung/)

[ Zur Ausstellung](https://www.hal-berlin.de/ausstellung/eine-enterbung/)

- [ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0227-225x300.jpeg)](https://www.stadtmuseum.de/thema/unterwegs)
- [ ![15 Gemälde an einer Wand, alle zeigen winterliche Landschaften, Allen oder Baumreihen](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/04/gemaelde-julien-de-bastion-300x212.jpg)

Malerei

](https://www.stadtmuseum.de/thema/malerei)
- [ ![Ansicht der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße, Gemälde von Emile de Cauwer, 1865](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/03/neue-synagoge-251x300.jpg)

Jüdisches Leben

](https://www.stadtmuseum.de/thema/juedisches-leben)
- [ ![Blick über eine Grünanlage auf das Rathaus Schöneberg](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/12/261eca33-e336-49eb-9d90-aab397d5f88d-300x216.jpg)

Schöneberg

](https://www.stadtmuseum.de/thema/schoeneberg)