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title: "Daniel Chodowiecki – der Auswanderer"
date: 2022-11-16
last_modified: 2026-05-20T11:48:28+02:00
generated_at: 2026-05-21T04:08:02Z
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description: "Als Jugendlicher verließ Daniel Chodowiecki (1726 – 1801) seine Heimatstadt Danzig (heute Gdańsk, Polen) und kam 1743 nach Berlin – eine Entscheidung, die sein Leben und die Kunstszene der Stadt nachhaltig prägte. Mit seinen Grafiken und Zeichnungen wurde er zu einem der bedeutendsten Künstler Berlins und hielt das Leben der aufklärerischen Metropole in eindrücklichen Bildern fest."
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# Daniel Chodowiecki – der Auswanderer

![Suzette Henry: Bildnis Daniel Chodowiecki, um 1795 (Öl auf Leinwand)](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/11/chodowiecki-22-1-906x1160-1-234x300.jpg)  Suzette Henry: Bildnis Daniel Chodowiecki, um 1795 (Öl auf Leinwand)

© Stadtmuseum Berlin | Reproduktion: Oliver Ziebe

**Als Jugendlicher verließ Daniel Chodowiecki (1726 – 1801) seine Heimatstadt Danzig (heute Gdańsk, Polen) und kam 1743 nach Berlin – eine Entscheidung, die sein Leben und die Kunstszene der Stadt nachhaltig prägte. Mit seinen Grafiken und Zeichnungen wurde er zu einem der bedeutendsten Künstler Berlins und hielt das Leben der aufklärerischen Metropole in eindrücklichen Bildern fest.**

Wie war Berlin, als Daniel Chodowiecki 1743 dort ankam? Seit über 40 Jahren war Berlin die Hauptstadt des Königreichs Preußen, das von den Hohenzollern regiert wurde. Mit rund 100.000 Einwohner:innen war die Stadt mehr als doppelt so groß wie Danzig, jedoch nicht so prunkvoll wie Paris, London oder Neapel. Als wichtiges Zentrum der Aufklärung zog Berlin jedoch mehr und mehr Wissenschaftler:innen, Schriftsteller:innen, Philosoph:innen und Künstler:innen an. Außerdem verfügte Berlin über etwas, was in Danzig und anderen polnischen Städten fehlte – eine Kunstakademie. Genauer gesagt: die Königlich-Preussische Akademie der Künste und mechanischen Wissenschaften, an der man unter Anleitung von professionellen Künstlern Malerei studieren konnte. Genau deshalb war Berlin für Daniel Chodowiecki so attraktiv gewesen.

![](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/11/chodowiecki-9-1160x771-1.jpg)

Chodowiecki widmete sich in seinem künstlerischen Schaffen häufig seiner eigenen Familie. Seine Frau Jeanne und seine Kinder sind zentrale Motive vieler Zeichnungen und Grafiken. Er zeigte sie in Alltagssituationen, bei gemeinsamen Spaziergängen oder in Momenten der Freizeit.

![Daniel Chodowiecki: Die Familie des Künstlers im Tiergarten, 1772, Öl auf Holz](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/11/562506d7-24ea-41c7-a03b-111dff736ea8-233x300.jpg)  Daniel Chodowiecki: Die Familie des Künstlers im Tiergarten, 1772, Öl auf Holz

© Stadtmuseum Berlin | Reproduktion: Oliver Ziebe

### Im Tiergarten

Ein Gemälde aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin zeigt die Familie bei einem Ausflug in den Tiergarten. In der vorderen Reihe stehen – von rechts nach links – die ältesten Töchter Jeanette und Suzette, die jüngste Tochter Justine sowie die Söhne Henri Isaac und Louis Guillaume. Das Bild vermittelt einen persönlichen Einblick in das familiäre Leben des Künstlers und gibt zugleich ein anschauliches Beispiel für seine Beobachtungsgabe und seinen erzählerischen Stil.

Mit seinen tausenden Zeichnungen und Radierungen wurde Chodowiecki zu einem der bedeutendsten Chronisten seiner Zeit. Er hielt das Alltagsleben der Berliner Gesellschaft in präzisen, oft fein beobachteten Szenen fest und prägte damit das Bild der preußischen Metropole in der Epoche der Aufklärung. Als Direktor der Berliner Akademie der Künste stand er schließlich im Zentrum des künstlerischen Lebens der Stadt.

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© Stadtmuseum Berlin | Foto: Christian Kielmann

### BerlinZEIT

**Die Stadt macht Geschichte!**

Mehr über das Berlin zu Lebzeiten Chodowieckis erzählt unsere große Ausstellung im Museum Ephraim-Palais.

[ Zur Ausstellung](https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/berlinzeit)