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title: "Das Ephraim-Palais"
date: 2022-12-06
last_modified: 2026-05-11T07:13:18+02:00
generated_at: 2026-05-21T09:35:16Z
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description: "An einer Hauptverkehrsstraße in Berlins Zentrum gelegen, vermittelt das Ephraim-Palais Beständigkeit in einem Meer der Veränderung. Doch der Schein trügt."
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# Das Ephraim-Palais

![Ephraim-Palais mit Ladenlokal im Erdgeschoss 1885](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/SK-01-26-VF_highres2-235x300.jpg)  Das Ephraimsche Palais, 1885

© Stadtmuseum Berlin | Foto: Hermann Rückwardt

**An einer Hauptverkehrsstraße im Zentrum Berlins gelegen, vermittelt das historische Ephraim-Palais den Eindruck von Beständigkeit in einem Meer der Veränderung. Doch der Schein trügt.**

Der Name des Ephraim-Palais geht auf den Bauherrn Veitel Heine Ephraim (1703 – 1775) zurück, einen jüdischen Hofjuwelier und Münzpächter im Dienst von Preußens König Friedrich II. Schon der Vorgängerbau des nach ihm benannten Palais hatte eine bedeutende Geschichte. Vom späten 15. Jahrhundert bis 1739 befand sich hier, wo die Poststraße in den Mühlendamm mündet, die erste und älteste Apotheke Berlins. 1762 erwarb Veitel diese mitsamt Grundstück und einem weiteren Gebäude an der Straßenecke. In Ephraims Auftrag verband Baumeister Friedrich Wilhelm Diterichs die beiden Gebäude mit einem ovalen Treppenhaus und baute sie bis 1766 zu einem prächtigen Eckhaus im Stil des Rokoko um.

## Die „schönste Ecke“ Berlins

![Das Vorkriegs-Gemälde zeigt den Blick vom Mühlendamm auf das Ephraim-Palais und Rote Rathaus](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/GHZ-92-3_lowres-202x300.jpg)  Blick vom Mühlendamm auf das Ephraim-Palais und das Rote Rathaus, Darstellung von Carl Langhammer, zwischen 1910 und 1935.

© Stadtmuseum Berlin | Reproduktion: Oliver Ziebe

![Kupferstich einer belebten Straßenszene mit Ephraim-Palais 1874](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/ephraimsches-haus-1874-carl-emil-doepler-e1670323885399-1-225x300.jpg)  Das Ephraimsche Haus in der Poststraße, Carl Emil Doepler (Holzstich), 1874

© Stadtmuseum Berlin

![Postkarte mit Abbildung des Treppenhauses im Ephraim-Palais](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/VII-60-1164-w_highres-208x300.jpg)  Treppenhaus des Ephraimpalais Berlin, Darstellung von Julius Jacob, 1886

© Stadtmuseum Berlin | Reproduktion: Michael Setzpfandt

In unmittelbarer Nachbarschaft von Molkenmarkt und Mühlendamm – einem zu Lande wie zu Wasser verkehrsreichen Spreeübergang mit Schleuse – galt das bürgerliche Ephraim-Palais schon bald als „schönste Ecke“ Berlins. In ihrem barocken Schmuck konnte sie es mit dem nahegelegenen königlichen Schloss aufnehmen, was sicherlich auch beabsichtigt war.

### Abgetragen und eingelagert

Bis 1823 blieb das Palais im Besitz der Familie Ephraim, danach wechselte es mehrfach den Besitzer. Der Berliner Stadtbaurat Hermann Blankenstein ließ es zwischen 1892 und 1895 – im gleichen Baustil – entlang des Mühlendamms erweitern. Auch zur Spree hin präsentiertes es sich nun als elegantes, gerundetes Eckhaus.
[](https://old.stadtmuseum.de/objekte-und-geschichten/das-ephraim-palais#)

![Blick über den Mühlendamm auf das noch vollständige Ephraim-Palais, nach 1900](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/muehlendamm-1280x908-1-300x213.jpg)  Der Mühlendamm nach 1900 aus Blickrichtung Fischerinsel, rechts die alte Mühlendammschleuse und die Erweiterung des Ephraim-Palais

© Stadtmuseum Berlin | Foto: Max Missmann

![Eingerüstetes Ephraim-Palais 1936](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/palais-ephraim-abriss-1936-1-300x224.jpg)  Beginn der Abbrucharbeiten am „Palais Ephraim“, 1936

© Edith Weinsheimer | Foto: Albert Weinsheimer

Für den zunehmenden Schiffs- und Straßenverkehr wurde 1925 ein tiefgreifender Umbau der Mühlendammschleuse und des Mühlendamm beschlossen: Zwischen Fischerinsel und [Waisenbrücke](https://www.stadtmuseum.de/kategorie/waisenbruecke) sollte eine zweite Schleusenstufe entstehen, die Spree verbreitert werden, der bebaute Mühlendamm verschwinden und eine großzügig dimensionierte Brücke von 37 Metern Länge den alten, schmalen Vorgänger ersetzen. Das Ephraim-Palais – seit 1843 im Besitz der Stadt und zwischenzeitlich unter anderem als Einwohnermeldeamt genutzt – störte nun. Doch erst, nachdem aufgrund von Protesten der Wiederaufbau zugesichert worden war, wurde das Palais 1936/37 abgetragen und die Fassade in wesentlichen Teilen im Berliner Stadtteil Wedding eingelagert.

Der Zweite Weltkrieg verhinderte die vollständige Umsetzung der Pläne für den Mühlendamm. Eine stählerne Behelfsbrücke wurde beim Kampf um Berlin von den Verteidigern der Stadt gesprengt. Bis 1968 entstand an ihrer Stelle die heutige, schmucklose Mühlendammbrücke aus Spannbeton mit 45 Metern Breite. Nur ihr Name erinnert noch an den einstigen Damm in der Spree. Wo aber das Ephraim-Palais einst stand, da verlief nun die Fahrbahn des Mühlendamms, mit seinen sechs Spuren so breit wie eine Autobahn.

![Blick auf das noch nicht wiederaufgebaute Nikolaiviertel mit Nikolaikirche und Fernsehturm](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/nikolaiviertel-fernsehturm-1983-1-199x300.jpg)  Das Nikolaiviertel im Juni 1983. Am ehemaligen Standort des Ephraim-Palais verläuft die verbreiterte Fahrbahn der Grunerstraße.

© Stadtmuseum Berlin | Archiv Rolf Goetze

## Wiederaufbau

![Das Ephraim-Palais im Wiederaufbau](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/wiederaufbau-ephraim-palais-nikolaiviertel-1-212x300.jpg)  Wiederaufbau des Ephraim-Palais am ehemaligen Standort des benachbarten Hauses Poststraße 15, Sommer 1986

© Stadtmuseum Berlin | Foto: Wolfgang Gottschalk

![Erdgeschoss des Ephraim-Palais im Rohbau 1986](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/12/baustelle-ephraim-palais-1986-1-300x208.jpg)  Wiederaufbau des Ephraim-Palais, Sommer 1986

© Stadtmuseum Berlin | Foto: Wolfgang Gottschalk

## Zwischen Ost und West

West-Berliner Pläne, das Ephraim-Palais in Kreuzberg wieder aufzubauen, scheiterten 1982. Doch im Zuge der Rekonstruktion des Nikolaiviertels anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins wurde schließlich mit dem Wiederaufbau begonnen. Im Sommer 1983 kamen die erhaltenen Gebäudeteile zu diesem Zweck von West- nach Ost-Berlin. Bis 1987 entstand das das Ephraim-Palais unter Verwendung der originalen Fassadenteile in seiner historischen Gestalt aus der Zeit vor der Erweiterung von 1895 neu.

Wegen der verbreiterten Straße und des ansteigenden Fahrbahndamms stand das wiederaufgebaute Ephraim-Palais nun einige Meter nordwestlich seines ursprünglichen Standorts und etwas erhöht. Seither dient das rekonstruierte Gebäude als [repräsentativer Ort der Kultur](https://www.stadtmuseum.de/ephraim-palais). In seinen Räumen zeigt das Stadtmuseum Berlin wechselnde Sonderausstellungen zu breit gefächerten Themen rund um Berliner Geschichte, Lebensgefühl und Kultur. Zudem ist das Ephraim-Palais die Heimat der [*Ephraim Veitel Stiftung*](https://www.ephraim-veitel-stiftung.de/) zur Förderung jüdischen Lebens in Deutschland, die dort 2019 ihr 220-jähriges Bestehen feierte.

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![Das Ephraim-Palais 1910, links die später nicht rekonstruierte Erweiterung von 1895, rechts der historische Gebäudeteil des heutigen Museums](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/ephraim-palais-1910.jpg) Das Ephraim-Palais 1910, links die später nicht rekonstruierte Erweiterung von 1895, rechts der historische Gebäudeteil des heutigen Museums  ![](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/SM-2016-0235_highres.jpg) An der Fischerbrücke, Bild 95 aus der Serie „Die malerische Spree“, 1910-1915. In der Bildmitte hinter der Brücke das Ephraim-Palais. ![Das wiedereröffnete Ephraim-Palais](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/ephraim-palais-1987.jpg) Das wiedereröffnete Ephraim-Palais, 14. Juli 1987  ![Im Museum Ephraim-Palais zeigt das Stadtmuseum Berlin heute wechselnde Sonderausstellungen](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/museum-ephraim-palais-2019.jpg) Im Museum Ephraim-Palais zeigt das Stadtmuseum Berlin heute wechselnde Sonderausstellungen ## Auf ins Museum Ephraim-Palais!

Im Museum Ephraim-Palais zeigt das Stadtmuseum Berlin seine große Ausstellung zur Berliner Stadtgeschichte sowie wechselnde Sonderausstellungen zum Berliner Leben und Lebensgefühl.

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![Tanzendes Paar im Wohnzimmer, davor Kasten mit Aufschrift "Tapetenwechsel. Migration und Mobiliar seit 1960. 22.05.2026 bis 03.01.2027"](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/04/tapetenwechsel-feed-1080x1440px-225x300.png)

Sonderausstellung

### Tapetenwechsel

Die Ausstellung widmet sich dem Wohnen in der Einwanderungsstadt, der „Arrival City“.

05/22/2026 – 01/03/2027

Museum Ephraim-Palais

](https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/tapetenwechsel)
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![Das Plakatmotiv zur Ausstellung](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/12/berlinzeit-plakat-212x300.jpg)

Dauerausstellung

### BerlinZEIT

Im Museum Ephraim-Palais zeigt das Stadtmuseum Berlin die große Dauerausstellung zur Berliner Geschichte. Jetzt entdecken!

Museum Ephraim-Palais

](https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/berlinzeit)