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title: "Künstler*innen-Statement"
date: 2026-05-13
last_modified: 2026-05-13T15:09:20+02:00
generated_at: 2026-05-13T13:22:08Z
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description: "Die Installation „Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“ auf einer Freifläche der Ausstellung BERLIN GLOBAL begibt sich auf eine Zeitreise durch das queere migrantische Berlin. Die Arbeit verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, um die Präsenz und das kulturelle Erbe queerer Migrant*innen und BIPoC hervorzuheben und wertzuschätzen."
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# Künstler*innen-Statement

![Grafische Umsetzung des Titels vor allem mit zwei Farben: lila und hellbau](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/04/FF_TMI_SSB-Website_1200x900px-300x225.png)  Freifläche „Time Machine Infinitum“ bei BERLIN GLOBAL im Humboldt Forum

© Noam Gorbat, Omar Nicolas, Sama Ahmadi | Stiftung Stadtmuseum Berlin, Design: Groupe Dejour

Die Installation „Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“ auf einer Freifläche der Ausstellung BERLIN GLOBAL begibt sich auf eine Zeitreise durch das queere migrantische Berlin. Die Arbeit verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, um die Präsenz und das kulturelle Erbe queerer Migrant\*innen und BIPoC hervorzuheben und wertzuschätzen.

## Rauminstallation

Im Mittelpunkt der Zeitmaschine stehen Videoarbeiten über Räume und kollektive Strukturen, die sich über verschiedene Epochen hinweg in der Stadt entfalten, jenseits linearer Erzählungen. Es sind Orte des Austauschs, der Selbstorganisation und der Sichtbarkeit. Die Filme zeigen queere, migrantische und BIPoC Initiativen, die Berlin über Generationen hinweg geprägt haben. Räume erscheinen hier nicht als statische Orte, sondern als soziale Gefüge. Historische Fragmente aus dem Leben queerer BIPoC der 1920er Jahre treten mit den politischen Kämpfen queerer Bewegungen der 1980er Jahre, mit der Sichtbarkeit queer migrantischer Identitäten heute und mit den Zukunftsentwürfen junger queerer BIPoC-Generationen in Beziehung.

In der Ausstellung werden diese Perspektiven sowohl einzeln als auch im Dialog miteinander sichtbar: queere Migration als kontinuierliche, sich wandelnde Kraft. Frühere Treffpunkte und sozialpolitische Strukturen stehen neben heutigen selbstorganisierten Projekten und Gemeinschaftsräumen. So entsteht ein bewegliches Gewebe aus individuellen und kollektiven Erzählungen.

## Queere migrantische Sichtbarkeit

Die Zusammenstellung „BIPoC“ und „queer“ erscheint häufig als Gegenwartsphänomen, als hätte sie zuvor nicht existiert. Diese Wahrnehmung ist eng mit Formen politischer Archivierung verbunden: Was dokumentiert und bewahrt wird, prägt unser Verständnis von Geschichte.

Im Museum werden migrantische Erzählungen oft vereinfacht. Sie erscheinen als Artefakte, als Objekte des Mitleids oder ihre Geschichten werden eindimensional dargestellt – oder sie bleiben unsichtbar. “Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin” eröffnet demgegenüber einen Raum für andere Lesarten: für Kontinuitäten, Überlagerungen und kollektive Erinnerungen.

Trotz gewachsener Sichtbarkeit und kultureller Präsenz prägen Stigmatisierung, rassistische Zuschreibungen sowie Queer- und Transfeindlichkeit weiterhin den Alltag vieler queerer BIPoC. Durch die Hervorhebung positiver Gegennarrative versteht sich die Installation als Teil einer selbstbestimmten Geschichte, die nicht abgeschlossen ist.

Sichtbarkeit queerer Menschen, insbesondere queerer Migrant\*innen war und ist immer noch nicht selbstverständlich. Sie wurde erkämpft: durch kollektive Arbeit, Selbstorganisation und das Schaffen eigener Räume und Strukturen. Die Installation macht diesen Prozess nicht nur erinnerbar, sondern verortet ihn im Raum des Museums neu.

##### BIPoC

BIPoC (Black, Indigenous, People of Colour) ist eine politische Selbstbezeichnung für Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Der Begriff betont gemeinsame Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung, ohne dabei Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen zu verwischen.

## Freifläche entdecken

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![Grafische Umsetzung des Titels vor allem mit zwei Farben: lila und hellbau. In Schwarz steht die Infos zum Titel, Untertitel, Ort, Beteiligte und Laufzeit](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/04/BG_FF_TimeMachine_SSB-Website_withText_1200x900px-300x225.png)

Sonderausstellung

### Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin

Die Freifläche von Noam Gorbat, Omar Nicolas und Sama Ahmadi in der Ausstellung BERLIN GLOBAL begibt sich auf eine Zeitreise.

06/13/2026 – 01/31/2028

Berlin Ausstellung

](https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/time-machine-infinitum)