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title: "To Be Seen. Queer Lives 1900–1950"
date: 2022-11-15
last_modified: 2026-04-15T09:02:08+02:00
generated_at: 2026-05-17T23:40:38Z
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description: "„To Be Seen“ im NS-Dokumentationszentrum München widmet sich den Geschichten von LGBTIQ* in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu sehen ist auch eine Leihgabe des Stadtmuseums Berlin."
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# To Be Seen. Queer Lives 1900–1950

Key Visual der Ausstellung in München

© NS-Dokumentationszentrum München

![Zwei weibliche aussehende Personen stehen Arm in Arm nebeneinander, es umringt sie ein Kreis, der die Farben des Regenbogens wiedergibt](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/11/nsdoku-to-be-seen_2022_v2-300x169.jpg)

„To Be Seen“ im NS-Dokumentationszentrum München widmet sich den Geschichten von LGBTIQ\* in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit historischen Zeugnissen und künstlerischen Positionen von damals bis in die Gegenwart zeichnet die Ausstellung queere Lebensentwürfe und Netzwerke, Freiräume und Verfolgung nach. Zu sehen ist auch eine Leihgabe der Jeanne-Mammen-Stiftung des Stadtmuseums Berlin.

## Ausstellung: 7.10.22–21.5.23

Die Ausstellung richtet einen intimen Blick auf vielfältige Geschlechter, Körper und Identitäten. Sie zeigt, wie queeres Leben in den 1920er Jahren immer sichtbarer wurde und ein offenerer Umgang mit Rollenbildern und Begehren entstand. Homosexuelle, trans\* und nichtbinäre Personen erzielten in ihrem Kampf für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz erste Erfolge: Sie organisierten sich, kämpften um wissenschaftliche und rechtliche Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität und eroberten eigene Räume.

![Jeanne Mammen: Hermaphrodit, Berlin um 1945](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/11/hermaphrodit_mammen-212x300.jpg)  Jeanne Mammen: Hermaphrodit, Berlin um 1945

© Stiftung Stadtmuseum Berlin

In der Ausstellung zu sehen ist unter anderem die Plastik „Hermaphrodit“ der Berliner Künstlerin Jeanne Mammen (1890 – 1976). Als Hermaphrodit wird in der Biologie ein zweigeschlechtliches Wesen bezeichnet. Für Jeanne Mammen, die sich viel mit der queeren Szene der 1920er Jahre beschäftigte, ist der Hermaphrodit zugleich ein Sinnbild für Vielfalt, die während der NS-Zeit systematisch unterdrückt wurde.

Als Grafikerin und Künstlerin war Jeanne Mammen vor allem in den 1920er Jahren bekannt. Mit ihren Milieuschilderungen aus den Cafés und Clubs, den Tanz- und Travestie-Etablissements, den zahllosen Kneipen und den Straßen von Berlin wurde sie zur Bildberichterstatterin der wilden 1920er Jahre. In leichtem Pinselstrich und unverwechselbaren Farben verewigte sie Licht- und Schattengestalten. Sie skizzierte dabei zugleich das Bild der „neuen Frau“, die sich nicht nur zum männlichen Geschlecht hingezogen fühlte.

**Mitarbeit Beitrag (Transparenzhinweis):**

Informationen zur Ausstellung sind mit freundlicher Genehmigung aus der Präsentation des NS-Dokumentationszentrums München entnommen. Informationen über Jeanne Mammen stammen von Dr. Martina Weinland, Beauftragte für kulturelles Erbe am Stadtmuseum Berlin.

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[ Zur Ausstellungswebsite](https://www.nsdoku.de/)

Ausstellungsort

**Ort** NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1
80333 München

## Erfahren Sie mehr über Jeanne Mammen

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![Foto von Jeanne Mammen in Mantel und Hut](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/10/jeanne-mammen-1930-berlin-277x300.jpg)

### Jeanne Mammen

Jeanne Mammen (1890–1976) zählt seit den 1920er Jahren zu den bekanntesten Malerinnen und Grafikerinnen Berlins. Am 22. April jährte sich ihr Todestag zum 50. Mal.

Artikel, 6 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/jeanne-mammen)
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![Screenshot vom 360-Grad-Rundgang: Wohn-Atelier mit Möbeln und Kunstwerken](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/05/atelier-jeanne-mammen-digital-screenshot-300x184.jpg)

### Das Atelier von Jeanne Mammen

Digitaler Rundgang durch eine Zeitkapsel: Seit dem Tod von Jeanne Mammen (1890-1976) ist das Wohn-Atelier der Künstlerin am Ku'damm nahezu unverändert geblieben.

Short-Story, 3 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/story/das-atelier-von-jeanne-mammen)
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![Gründerzeit-Fassade des Gartenhauses hinter sommelichen Sträuchern und Baum](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2024/11/kurfuerstendamm-29-hinterhaus-239x300.jpg)

### Rückzugsort und „Zauberbude“

Das einstige Atelier der Berliner Künstlerin Jeanne Mammen am Ku'damm hat eine lange, bewegte Geschichte. Heute ist es ein authentischer Erinnerungsort.

Artikel, 9 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/rueckzugsort-und-zauberbude)

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