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title: "Musica di Strada. Italiener:innen in Prenzlauer Berg"
date: 2023-04-17
last_modified: 2025-10-31T14:53:18+01:00
generated_at: 2026-05-26T11:32:53Z
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# Musica di Strada. Italiener:innen in Prenzlauer Berg

### Handel, Handwerk &amp; Musik: Mechanische Musikinstrumente des Stadtmuseums Berlin im Museum Pankow

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![Nach dem Umzug in die Kastanienallee 32 stellte das Unternehmen vorrangig Pianolas und Orchestrien her, mit den Typenbezeichnungen Fratinola und Fratihymnia, die mit Notenrollen betrieben wurden. 1923 übernahm die J. D. Philipps & Söhne AG aus Frankfurt am Main die Geschäfte. Der Betrieb wurde 1929 geschlossen.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Montiersaal.jpg)

![Eine Gruppe von Kindern steht neben einem Mann, der eine Drehorgel spielt](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Drehorgelspieler.jpg)

![Drei Menschen sind zu sehen. Ganz links ein Mann mit Trommel auf dem Rücken und einer Trommel schlagend vor sich, seine Mütze ist besetzt mit Glocken. Rechts neben ihm steht ein Mann hinter einer Drehorgel. Davor steht ein Mädchen.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Strassenmusiker.jpg)

![Ein Mann in Frack und Zylinder spielt vor einer Menschenmenge eine Drehorgel.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Latschenpaule.jpg)

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Mit der Gründung des Königreichs Italien 1861 begann die Zeit der „großen Migration“. Bis 1914 verließen rund 14 Millionen Menschen ihre Heimat. Ein Ziel war Berlin. Die gemeinsame Ausstellung des Museums Pankow und des Stadtmuseums Berlin erzählt die Siedlungs- und Migrationsgeschichte der Italiener:innen in Prenzlauer Berg. Objekte aus dem Stadtmuseum Berlin ergänzen die Ausstellung.

**Ort**
Museum Pankow
Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Ausstellungshalle
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin

**Eintritt**
Eintritt frei

**Öffnungszeiten**
Di – So | 10 –18 Uhr
Mo + feiertags | geschlossen

**Website**
[Website Museum Pankow](https://www.berlin.de/museum-pankow/aktuelles/ausstellungen/artikel.1304756.php)

Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 kamen viele Italiener:innen in die boomende Metropole Berlin. Bereits um das Jahr 1900 lebten rund 1.300 Italiener:innen in der Hauptstadt. Mit der wachsenden Bevölkerung breitete sich die Stadt vor allem gen Norden aus. Viele siedelten sich im heutigen [Prenzlauer Berg](https://www.stadtmuseum.de/thema/prenzlauer-berg) an. In der Gegend um Pappelallee und Schönhauser Allee entstand eine rund 250-köpfige italienische Gemeinschaft. Mit ihren traditionellen Handwerkskünsten und Berufen prägten sie den Berliner Ortsteil über Jahrzehnte.

## Familien in Prenzlauer Berg

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![Die meisten der rund 450 Familien aus Bedonia arbeiteten als Musiker oder Schausteller, die mit ihren Tieren von Ort zu Ort zogen. Vier große Schaustellertruppen kamen allein aus Bedonia.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Schaustellerkompanie.jpg) Die Schaustellerkompanie der Familie Bernabò aus Bedonia in Deutschland, Ende des 19. Jahrhunderts   ![Hintere Reihe von links: Giovanni Battista Gattorna, Giuseppe Bacigalupo, Giovanni Battista Bacigalupo, Luigi Bacigalupo, Assunta Brignole, unbekannte Person, vordere Reihe von links: Vittoria Maria Ermelinda Bacigalupo, Maria Rosa Bacigalupo mit Luigia, Marta Adelaide Vittoria Bacigalupo, Giacomo Giovanni Battista Maria Leone Bacigalupo, Celestina Bacigalupo, unbekannte Person, Maria Anna Josephina Bacigalupo.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Silberhochzeit.jpg) 1892 war für die Bacigalupos ein ereignisreiches Jahr. Sie feierten die Silberhochzeit von Giovanni Battista und Maria Rosa Bacigalupo, die Hochzeit des ältesten Sohnes Luigi mit Assunta Brignole und die Taufe der jüngsten Tochter Luigia.   ![Vier in weißen Kitteln gekleidete Erwachsene, zwei Männer und zwei Frauen, dazwischen ein langer Tisch, auf denen Brotteig legt. Ein Kind sitzt mit einem Laib Brot ebenfalls in weißer Kleidung rechts neben einer stehenden Frau.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Backstube.jpg) Charlotte und Antonio Pascotto, davor Tochter Rosemarie, Geselle Molgedei und Verkäuferin Agnes in der Backstube (von rechts nach links), o.J.   ![Zwei Männer stehen in Anzug und Krawatte nebeneinander vor einer Fabriktür](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Giuseppe_Luigi-Bacigalupo.jpg) Giuseppe (links) betrieb sein Geschäft ab 1906 in der Schönhauser Allee 78, ab 1908 im Nebenhaus, Nr. 79. Seine Orgeln trugen den Firmennamen G. Bacigalupo. Sein Schwager Luigi Bacigalupo gehörte ab 1911 zur Belegschaft. Aufnahme um 1918   ![Familie Ramondini hatte zunächst in der Weißenburger Straße 29 (heute Kollwitzstraße 66) ihre Eisdiele. In den 1930er Jahren zog sie in die Schivelbeiner Straße um.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Eiscafe.jpg) Die Familie Ramondini vor ihrem Eiscafé am Kollwitzplatz, 1929   ![Ein Mann mit Brille und Arbeitshemd hält in der rechten Hand ein Scheren-ähnliches Arbeitsinstrument. Er bearbeitet dammit eine Walze.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Luigi-Bacigalupo.jpg) Luigi Bacigalupo in seiner Werkstatt Schönhauser Allee 79 beim Bestiften einer Holzwalze, um 1950   ![Eine Familie bestehend aus einer Frau, einem Mann und zwei Jungen, posieren auf einer Wiese neben einer Drehorgel. Im Hintergrund sind verschwommen ein Auto und die Hinterköpfe von sitzenden Frauen zu sehen. Auch Bäume gibt es verschwommen am Horizont. Die Familie heißt Graciela Quezada, Juan Lizana, Manuel Lizana und Héctor Lizana.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/04/Lizana-Quezada.jpg) Familie Lizana Quezada mit der Drehorgel El Jerez, 1960   > Weltbekannt wurde die Firma Cocchi, Bacigalupo &amp; Graffigna aus der Schönhauser Allee mit der Produktion von Drehorgeln und Orchestrien.

Einige Exemplare sind in der Sonderausstellung zu sehen. Dazu gehören auch die mechanischen Musikinstrumente aus der Musikaliensammlung des Stadtmuseums Berlin. Im Zuge der mehrjährigen, umfangreichen Erneuerung des Märkischen Museums ziehen sie nach Pankow. Darunter befinden sich Drehorgeln (auch Leierkästen genannt), Pianolas (selbstspielende Klaviere) und einzigartige Objekte wie das Orchestrion *Fratihymnia*.

## Trailer

Erfahren Sie in diesem Video mehr über die Ausstellung!

[![Kupferstich eines Fabrikgelände mit Vorhof und Verwaltungsgebäude, einer Eisenbahntrasse und einem Schornstein](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/04/Fabrikgebaeude-300x247.jpg)](https://www.youtube.com/watch?v=LfsKtioBOi4)

## Programm

Regelmäßige Vorführungen der Instrumente sowie ein umfangreiches Begleitprogramm zu verschiedenen Themen ergänzen die Ausstellung.

- [ ![Das Orchestrion „Fratihymnia“, gebaut um 1900 von der Firma Cocchi, Bacigalupo & Graffigna in Berlin](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/05/orchestrion-fratihymnia-museum-pankow-242x300.jpg)

Museum Pankow, Musik

###  Alt, schön, laut!

Live-Vorführung mechanischer Musikinstrumente des Stadtmuseums Berlin in der Ausstellung „Musica di strada“ im Museum Pankow.

2026-05-31 11:00:00

](https://www.stadtmuseum.de/veranstaltungen/alt-schoen-laut)

[  Weitere Veranstaltungen  ](<https://www.stadtmuseum.de/veranstaltung/museum-pankow >)

## Highlight der Ausstellung

Das Orchestrion wurde um 1900 ursprünglich als *Modell Soleil* von der Firma Cocchi, Bacigalupo &amp; Graffigna in Berlin gebaut. Es erzeugt den Klang eines kompletten Salonorchesters. 1919 tauschte die Firma Frati &amp; Co. das Spielwerk aus und baute den firmeneigenen Orchestriontyp *Fratihymnia* ein. Er benötigte für den Antrieb statt eines Gewichtsaufzuges einen Elektromotor und eine Windmaschine. Nach dem Umbau gelangte die *Fratihymnia* in den Besitz von Giovanni Crescio und spielte Jahrzehnte, bis 1951, im italienischen Restaurant *Genua*.

1962 kaufte das Märkische Museum das Orchestrion. Noch heute sind die rund 150 Papiernotenrollen spielbar. Neben den Potpourris großer Opern lassen sie Melodien aus den Operetten von Walter Kollo und Jean Gilbert sowie beliebte Schlager der 1920er Jahre erklingen.

## Abbau des Orchestrions

Ende 2022 wurde das riesige Orchestrion „Fratihymnia“ (im Bild-Hintergrund zu sehen) innerhalb weniger Tagen im Märkischen Museum abgebaut. Das schrankähnliche Automatophon ist nun in der Sonderausstellung des Museums Pankow zu sehen.

[![Blick auf ein schrankgroßes mechanisches Musikinstrument, das mit Heimatbildern und vielen Verzierungen versehen ist](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/02/c60ff18c-3458-4790-b892-2d9b430fbd8e-e1676624738521-300x229.jpg)](https://www.youtube.com/watch?v=pwgE2fQDAJU)

## Mehr erfahren

- [ ![Drehorgelspieler auf dem Berliner Alexanderplatz, um 1985](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/11/drehorgelspieler-berlin-alexanderplatz-300x243.jpg)

### Mechanische Musikinstrumente

Zweiteiliger Audioguide: Schon lange vor LP, CD und Stream konnten mechanische Instrumente Musik wiedergeben. Viele der faszinierenden Geräte entstanden in Berlin.

Artikel, 3 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/mechanische-musikinstrumente)
- [ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2022/11/mechanische-musikinstrumente-maerkisches-museum-300x200.jpg)](https://www.stadtmuseum.de/artikel/pianola-orchestrion-grammophon-co)

## Eine gemeinsame Ausstellung in Kooperation mit

[ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/03/Museum-Pankow-Logo_schwarz-300x223.png)](https://www.berlin.de/museum-pankow/)

Fachbereich Museum/Bezirkliche Geschichtsarbeit

[ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/04/BA_PA_AfWuK_Logo_V_rgb-300x175.png)](https://www.berlin.de/museum-pankow/aktuelles/ausstellungen/artikel.1304756.php)

## Gefördert durch

[ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2023/04/LOTTO-Stiftung_zweizeilig_4c_Transparent-300x54.png)](https://www.lotto-stiftung-berlin.de/)

Sowie gefördert durch den Bezirkskulturfonds (BKF).
Unterstützt durch die Internationalen Drehorgelfreunde Berlin e.V.

## Info &amp; Service

##### Anfahrt

Museum Pankow
Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin

[ Website](https://www.berlin.de/museum-pankow/aktuelles/ausstellungen/artikel.1304756.php)

[ Google Maps](https://goo.gl/maps/YLNvKmFDDcMVfEZm6)

[ Bus &amp; Bahn](https://www.bvg.de/de/verbindungen/verbindungssuche)

##### Kontakt Museum Pankow

(030) 90295-3917
[E-Mail schreiben](mailto:museumsek@ba-pankow.berlin.de)

## Tickets

##### Eintritt

Eintritt frei