Filmfenster im U-Bahnhof

Filmprogramm zur Sonderausstellung „Chaos & Aufbruch“

Anlässlich der großen Sonderausstellung im Märkischen Museum verwandelt sich das ehemalige Zugabfertigungshäuschen auf dem Bahnsteig des benachbarten U-Bahnhofs in ein „Filmfenster“.

Während der Laufzeit der Ausstellung werden von September 2020 bis Juli 2021 drei Kurzfilm-Programme präsentiert, die das Berlin seit der Jahrtausendwende aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven in Dokumentar-, Animations-, und Experimentalfilmen zeigen.

U-Bahnhof Märkisches Museum
täglich während der Betriebszeiten | am ehemaligen Zugabfertigungshäuschen | September 2020 – Mai 2021
Kuratorin: Christine Kisorsy

Kurzfilmprogramm mit Berlin-Filmen

Programm 4:
1. Juni bis 30. Juli 2021

FUNKTURM
Deutschland, 2015, 5:10 min
Regie, Kamera: Neil Butler
Schnitt: Neil Butler & Shanney Mulcahy
Produktion: Rebel Unlit

Aufwärts, ein leises Summen und wir betreten die Aussichtsplattform des Funkturms. Der Sendebetrieb ruht, eine Ruhe, die das Tempo des Films vorgibt. Der Funkturm ist Zeuge, sein spähendes Auge die Linse. Seine Stahlkonstruktion ragt über die in sich verschlungene Stadtautobahn. Das Leben zu seinen Füßen ruht niemals, ist immer im Fluss. Es bewegt sich mit Präzision, jede Bewegung wirkt nachgeahmt und träge, Vergangenheit und Zukunft scheinen gleich weit entfernt. Wie eine Prozession bewegen sich die Automobile nahtlos. Die Stadt trifft den Horizont. Einatmen, ausatmen, innehalten; es ist der Atem der Stadt, der gesendet wird.

12x12 FRIEDRICHSTRASSE
Deutschland, 2007, 1:30 min
Regie, Kamera, Schnitt: Oscar Loeser

Aufgenommen am 31. Dezember 2007,  zeigt der Film den Verlauf eines Tages auf dem Bahnhof Berlin Friedrichstraße von morgens um 7 Uhr bis abends um 19 Uhr. Die Zeitachsen werden in vertikaler und horizontaler Richtung aufgebrochen und spiegeln sich so in Farbe und Form. Inspiriert von den Filmen Walter Ruttmanns und Dziga Vertovs, thematisiert der Film die Wiederholung – räumlich wie chronologisch. Die Wiederkehr spielt mit der Differenz und artikuliert sich als ein sich ständig veränderndes Mosaik.

DER TURM – DER FERNSEHTURM ALS FIXPUNKT
Deutschland, 2007, 3 min
Kamera, Schnitt: Jörn Hintzer
Produktion, Regie: Datenstrudel
im Original mit Ton

Über der Spree, hinter der Hecke, zwischen den Häusern – aus allen Bezirken Berlins sichtbar, schaut der Fernsehturm auf eine Stadt, die sich ständig verändert. Der Film zeigt aneinandergereiht unterschiedliche Berliner Stadtansichten, deren einziges verbindendes optisches Element der Fernsehturm ist, der sich in jeder Einstellung immer zentral an exakt derselben Bildposition befindet. Feste Einstellungen und langsame Blenden unterstreichen diese unverrückbare Präsenz.

Ein gemeinsames Projekt des Stadtmuseums Berlin und der BVG

Über die Ausstellung

Kontakt

INFOLINE

Mo Fr | 10 18 Uhr

030 24002 162
Umschlagillustration „Metropole Berlin“
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Publikation
Metropole Berlin

Traum und Wirklichkeit 1920 | 2020
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Musikbox und Plattencover im Märkischen Museum
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Playlist
The Sound of Berlin

Der Klang der Stadt
70 Songs von 1945 bis heute