Filmfenster im U-Bahnhof

Neues Filmprogramm zur Sonderausstellung „Chaos & Aufbruch“

Anlässlich der großen Sonderausstellung im Märkischen Museum verwandelt sich das ehemalige Zugabfertigungshäuschen auf dem Bahnsteig des benachbarten U-Bahnhofs in ein „Filmfenster“.

Während der Laufzeit der Ausstellung von September 2020 bis Mai 2021 werden drei Kurzfilm-Programme präsentiert, die das Berlin seit der Jahrtausendwende aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven in Dokumentar-, Animations-, und Experimentalfilmen zeigen.

U-Bahnhof Märkisches Museum
täglich während der Betriebszeiten | am ehemaligen Zugabfertigungshäuschen | September 2020 – Mai 2021
Kuratorin: Christine Kisorsy

Kurzfilmprogramm mit Berlin-Filmen

Programm 3: März bis Mai 2021

SOPHIE CHARLOTTE BAUJAHR 2013
Deutschland, 2014, 10 min
Regie, Kamera, Schnitt, Produktion: Bert Gottschalk | im Original mit Ton

Eine Langzeitbeobachtung aus der Mitte Berlins. Schwarz-weiße Super-8-Aufnahmen zeigen namenlose Häuser, deren Gesichter von den Jahrzehnten ihres Bestehens geprägt sind. Die Bagger und Kräne kommen. Am Ende steht kein Stein mehr auf dem anderen und das Haus gegenüber trägt nun einen Namen, aber kein Gesicht.

MY BARRIO
Deutschland, 2005, 19:14 min
Regie, Kamera, Schnitt, Produktion: Niklas Goldbach
Ton: Christian Obermaier | im Original mit Ton
mit Elmar Vestner

Der Film wurde 2004 im ehemaligen Ostteil Berlins gedreht und thematisiert die Privatisierung des öffentlichen Raums, die die soziale Struktur der Städte zerstört. Er zeigt eine Architektur, deren Funktion von wirtschaftlichen, nicht von gesellschaftlichen Interessen bestimmt ist. Nur ein einzelner Mann durchschreitet diese „fake-öffentlichen“ Räume, in denen er wie ein Fremdkörper erscheint, und vermittelt dadurch das Ausmaß des dieser Architektur innewohnenden Gesellschaftsbildes.

MORGENGRAUEN
Deutschland/Peru, 2018, 5:35 min
Produktion, Regie, Kamera, Schnitt: Dalís Pacheco
Ton: Carlos Andres Ortega | im Original mit Ton

Um vier Uhr morgens an einem öffentlichen Ort in einem Einkaufsviertel West-Berlins. Die Bewegungen schreiten langsam voran und nehmen im Laufe der Zeit an Geschwindigkeit zu. Die Lichtreflexe verdrängen nach und nach den Schatten wie ein Lichtwecker, um aus dem Konsumismus und der individuellen Abgrenzung aufzuwachen. Es wirkt wie eine Einladung innezuhalten, durchzuatmen und sich selbst und die gemeinschaftliche Lebensweise zu reflektieren.

Ein gemeinsames Projekt des Stadtmuseums Berlin und der BVG

Über die Ausstellung

Kontakt

INFOLINE

Mo Fr | 10 18 Uhr

030 24002 162
Umschlagillustration „Metropole Berlin“
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Publikation
Metropole Berlin

Traum und Wirklichkeit 1920 | 2020
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Musikbox und Plattencover im Märkischen Museum
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Playlist
The Sound of Berlin

Der Klang der Stadt
70 Songs von 1945 bis heute