Filmfenster im U-Bahnhof

Filmprogramm zur Sonderausstellung „Chaos & Aufbruch – Berlin 1920|2020“

Anlässlich der großen Sonderausstellung im Märkischen Museum verwandelt sich das ehemalige Zugabfertigungshäuschen auf dem Bahnsteig des benachbarten U-Bahnhofs in ein „Filmfenster“.

Während der Laufzeit der Ausstellung von September 2020 bis Mai 2021 werden drei Kurzfilm-Programme präsentiert, die das Berlin seit der Jahrtausendwende aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven in Dokumentar-, Animations-, und Experimentalfilmen zeigen.

U-Bahnhof Märkisches Museum
täglich während der Betriebszeiten | am ehemaligen Zugabfertigungshäuschen | September 2020 – Mai 2021
Kuratorin: Christine Kisorsy

Kurzfilmprogramm mit Berlin-Filmen

Programm 1: September bis November 2020

Die Veränderungsprozesse einer Stadt mit Ihren Orten, Menschen und Identitäten sichtbar zu machen, stellt eine filmische Herausforderung dar. Vier Filmemacherinnen und Filmemacher haben Bilder für die Verwandlungen Berlins gefunden – eine Stadt, in der neben dem Neuen auch das Alte weiter besteht. 

STADTPLAN
USA/Deutschland, 2004, 10 min.
Regie, Kamera, Schnitt: Reynold Reynolds

Filmfoto aus Stadtplan

Eine persönliche, poetische und hypnotische filmische Reise durch Berlin, in der die Kluft zwischen den Bildern mit Splitscreen und in Zeitraffer für die lange geteilte Stadt steht. 

CITY WEST REVISITED
Deutschland, 2006, 14 min.
Regie, Schnitt: Ulf Staeger
Kamera: Ulf und Jörn Staeger

Der Film besucht mehrere Orte in der West-Berliner City des Jahres 2005. Über Splitscreen und andere Montagetechniken werden perspektivisch nahezu gleiche Archivaufnahmen aus den 1970er und 1980er Jahren dazugeblendet. Die Bilder zeigen, wie sich das ehemalige Zentrum der Mauerstadt zum Teil massiv verändert hat. Zurück bleiben vereinzelte Relikte einer vergangenen Zeit, die ohne erklärenden Zusammenhang merkwürdig erscheinen. Die meisten Drehorte der damaligen Gegenwart sind inzwischen selbst Geschichte geworden.

OSTKREUZ · PORTRAIT EINES BAHNHOFS · 2005 – 2007
Deutschland, 2007, 8:34 min.
Regie, Kamera, Schnitt: Laura Geiger, Tom Kretschmer

Geliebt und gehasst von seinen Fahrgästen, war der Berliner Bahnhof Ostkreuz ein Dauer-Provisorium, eine zusammengeflickte Zumutung, ein Durcheinander von karger Eleganz. Der Film deutet den Verlust von Atmosphäre, Eigenart und sozialen Beziehungen des Bahnhofs an. Eine Gratwanderung zwischen notwendiger Veränderung und Bewahrung von gewachsenen Strukturen. Ein Versuch diesem maroden und doch so charmanten Bahnhof Ostkreuz mit poetischen Bildern ein Denkmal zu setzen.

Ein gemeinsames Projekt des Stadtmuseums Berlin und der BVG

Über die Ausstellung

Kontakt

INFOLINE

Mo Fr | 10 18 Uhr

030 24002 162
Umschlagillustration „Metropole Berlin“
Digitales Angebot
Publikation
Metropole Berlin

Traum und Wirklichkeit 1920 | 2020
gratis Download

Collage der zehn Werke, die im Rahmen der Ausstellung entstanden sind
Museum Nikolaikirche
04.09. – 22.11.2020
Features

10 Sichten auf Berlin 
Sonderausstellung

Musikbox und Plattencover im Märkischen Museum
Digitales Angebot
Playlist
The Sound of Berlin

Der Klang der Stadt
70 Songs von 1945 bis heute