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title: "Provenienzforschung"
date: 2022-09-19
last_modified: 2026-03-18T14:04:55+01:00
generated_at: 2026-05-17T10:57:13Z
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# Provenienzforschung

#  Provenienzforschung

Seit 2008 betreibt die Stiftung Stadtmuseum Berlin systematische Provenienzforschung. Das Stadtmuseum Berlin kommt damit seiner Verpflichtung nach, seine Sammlungen auf die Rechtmäßigkeit der Erwerbungen zu überprüfen.

![Rückansicht eines Sofas mit der handschriftlichen Nummer Rb 711 auf einer Holzleiste](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/10/RotesSofaDetailRb_FotoDeborahPomeranz-e1773833832662-300x180.jpg)  Die handschriftliche Nummer Rb711 auf der Rückseite dieses Sofas aus der Möbelsammlung liefert Hinweise über dessen Herkunft.

© Stadtmuseum Berlin | Foto: Deborah Pomeranz

In einem ersten Schritt wurde die Sammlung auf „NS-verfolgungsbedingt entzogene Kunst“ untersucht, also auf Kulturgut, das durch nationalsozialistische Verfolgung ans Museum gelangte. Im Fokus standen dabei zunächst die zwischen 1933 und 1945 erworbenen Sammlungsbestände. In der Folge wurde die Recherche auf die von 1945 bis 1995 erworbenen Bestände ausgeweitet, da gerade in der Nachkriegszeit vielfältig „Treibgut" der Geschichte in die Sammlung gelangte, dessen Alteigentümer (unabhängig von NS-Verfolgung) zu ermitteln sind.

Bei der systematischen Recherche gemachte „Funde“ wurden an die [Lost-Art-Datenbank](http://www.lostart.de/Webs/DE/LostArt/Index.html) gemeldet, um Kontakt zu Erben herzustellen. Mehrere Objekte wurden inzwischen bereits restituiert, also zurückgegeben oder von den Erben (zurück-)gekauft. Doch genauso wichtig wie die genaue Herkunft der Objekte sind die bei den Recherchen zutage tretenden Geschichten hinter den Objekten, wie Familienschicksale, Firmengeschichte oder abenteuerliche Handelswege. Sie geben den Sammlungsstücken eine zusätzliche Erzählebene jenseits ihrer kunsthistorischen Bedeutung.

##### Förderung

Gefördert wurde der Aufbau der Provenienzforschung am Stadtmuseum Berlin durch die Arbeitsstelle für Provenienzforschung (heute Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg) und durch das Land Berlin.

## Aus der Provenienzforschung

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![Blick über alten Stadtturm und frühlingsgrünen Köllnischen Park auf das Märkische Museum, im Hintergrund die Kugel und Antenne des Fernsehturms.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/03/maerkisches-museum-1972-300x197.jpg)

### Forschungsprojekt „Erwerbungen des Märkischen Museums 1945-1990“

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin betreibt seit Anfang 2023 systematische Provenienzforschung zu all jenen Sammlungsobjekten, die zwischen Kriegsende im Mai 1945 und deutsch-deutscher Wiedervereinigung im Oktober 1990 an das Märkische Museum als Vorgängerinstitution kamen.

Artikel, 6 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/forschungsprojekt-erwerbungen-des-maerkischen-museums-1945-1990)

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![Ein silberner Storch mit abgebrochenen Schnabel, Rasseln rechts und links der Beine auf einem Stock](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2023/08/S-4235-225x300.jpg)

### Das „Silber-Sonderinventar“ des Märkischen Museums

Sie lagern in einem Metallschrank im Sammlungsdepot des Stadtmuseums Berlin: knapp 500 Löffel, Kinderklappern und andere Silberstücke aus jüdischem Besitz.

Artikel, 9 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/das-silber-sonderinventar-des-maerkischen-museums)

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![Gemälde einer Blumenfrau mit Hut und blumengefülltem Korb zwischen Blumentöpfen](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/die-blumenfrau-christof-drexel-272x300.jpg)

### Spurensuche nach „entarteter Kunst“

„Die Blumenfrau“ von Hans Christof Drexel: ein Beitrag aus der Provenienzforschung des Stadtmuseums Berlin.

Artikel, 4 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/aus-der-provenienzforschung-hans-christof-drexel)

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![Die buntgewebte Polsterung der beiden grünen Stühle (Hochlehner) zeigt links Violinen und rechts einen Dudelsack.](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/10/Musikerstuehle297-298_StefanPetri-300x263.jpg)

### Die „Reichsbankmöbel“

Warum überwies das DDR-Finanzministerium in den 1950er Jahren französische Antiquitäten an das Märkische Museum? Eine Spurensuche.

Artikel, 4 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/aus-der-provenienzforschung-die-reichsbankmoebel)

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![Franz Heckendorf: „Seepavillon“, 1914 (Öl auf Holz)](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/franz-heckendorf-seepavillon-300x237.jpg)

### Franz Heckendorf: „Seepavillon“

Ausgangslage bei Antragsstellung im Mai 2019 war die ungeklärte Objektgeschichte des Gemäldes Seepavillon, entstanden 1914, (Inv.Nr. GEM 88/5) von Franz Heckendorf, das 1988 vom damaligen Berlin Museum (heute Stadtmuseum Berlin) aus dem Berliner Kunsthandel erworben worden war. Ein Beitrag aus der Provenienzforschung.

Artikel, 4 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/aus-der-provenienzforschung-franz-heckendorf-seepavillon)

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![Das Gemälde „Alfred Kerr“ von Lovis Corinth, 1907](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2022/12/lovis-corinth-protrait-alfred-kerr-e1706107577896-195x300.jpg)

### Lovis Corinth: Portrait „Alfred Kerr“

Ausgangspunkt eines jüngst abgeschlossenen und vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK) Magdeburg geförderten Forschungsprojekts war die ungeklärte Provenienz des Portraits „Alfred Kerr“ von Lovis Corinth aus dem Jahr 1907 (Inv.-nr. GEM 74/74), das sich in der Sammlung des Stadtmuseums Berlin befindet. Ein Beitrag aus der Provenienzforschung.

Artikel, 3 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/aus-der-provenienzforschung-lovis-corinth-portrait-alfred-kerr)

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![Gemälderückseite im Holzrahmen mit Kreide-Aufschriften](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2024/04/scharfenberg-bei-meissen-traugott-faber-rueckseite-300x228.jpg)

### Herkunft: Magistrat

Schon ab Mai 1945 kümmerte sich der Berliner Magistrat und die Bergung und Sicherung von Kulturgut. Viele Werke übergab er dem ihm unterstehenden Märkische Museum. Woher stammen diese Kunstwerke? Und wem gehörten sie?

Artikel, 6 min Lesezeit

](https://www.stadtmuseum.de/artikel/herkunft-magistrat)

## Kontakt

- #### Dr. Regina Stein

Provenienzforschung
Fachteam Zentrale Dokumentation
E-Mail
[(030) 353 059-573](<tel:(030) 353 059-573>)