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title: "Percy Nii Nortey: Bruch mit der Realität"
date: 2025-05-16
last_modified: 2026-05-18T10:41:25+02:00
generated_at: 2026-05-26T00:27:52Z
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# Percy Nii Nortey: Bruch mit der Realität

![Man sieht drei Kirchenfenster im Altarraum der Nikolaikirche, die behangen sind mit Stoffen, auf denen Schwarze Personen zu sehen sind](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/02/2024_10_23_Nikolaikirche-011-min-300x198.jpg)

*Im Rahmen der Dekoloniale Künstler\*innenresidenz 2024 „Koloniale Gespenster – Widerständige Geister: Kirche, Kolonialismus und danach“ in der dezentralen Ausstellung *„**[*Dekoloniale *–** was bleibt?!](https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/dekoloniale-was-bleibt)*“ zeigen fünf ausgewählte Gast-Künstler\*innen ihre Werke im Museum Nikolaikirche und arbeiten zudem im und mit dem öff entlichen Raum.*

## Percy Nii Nortey: Bruch mit der Realität

Die Grundlage von Percy Nii Norteys künstlerischer Praxis ist die Zusammenarbeit mit ghanaischen Proletarier\*innen, darunter Automechaniker, Holzkohleverkäufer\*innen und Marktfrauen. Er verwendet die von ihrer täglichen Arbeit befleckten Stoffe, um die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Tätigkeiten zu veranschaulichen.

Indem er den Stoff an die Arbeitenden verteilt und später die mit Öl, Benzin und Schmutz befleckten Stoffe wieder einsammelt, verwandelt er diese mit persönlichen Geschichten aufgeladenen Materialien in Proxys für ein kollektives Erinnern. Norteys Ansatz bezieht die lokale Gemeinschaft aktiv mit ein, schafft Verbindungen und modelliert so die öffentliche Wahrnehmung, um den gesellschaftlichen Stellenwert dieser Arbeit aufzuzeigen und so zur Entkolonialisierung der Köpfe beizutragen.

## Die Arbeit

Die Arbeit *Bruch mit der Realität* von Percy Nii Nortey zielt darauf ab, die von europäischen Missionaren im Ghana des 19. Jahrhunderts erbreiteten kolonialen Ideologien weißer Vorherrschaft zu überwinden. Das Projekt ermächtigt Schwarze Gemeinschaften, indem es das Schwarze Proletariat als dem weißen
Mann gleichgestellt inszeniert.

![Drei zusammengerollte Stoffbahnen, die auf einem Seiten-Altar in der Nikolaikirche liegen](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/02/2024_10_15_Nikolaikirche-22-min-300x200.jpg)

![Detailaufnahme einer Stoffbahn, es sind Rosen zu sehen, gelbe und pinkfarbene Quadrate, die Stoffbahn ist verschmutzt](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/02/2024_10_23_Nikolaikirche-018-min-300x200.jpg)

![Zwischengenähte Stoffrechtecke verhüllen ein Kirchenfenster](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/10/2024_10_23_Nikolaikirche-028-min-300x200.jpg)

Unter Verwendung von Stoffen, die von ghanaischen Proletarier\*innen eingesammelt wurden und ihr alltägliches Leben und die damit verbundenen Mühen symbolisieren, interpretieren diese Textilien die Kirchenfenster neu, indem sie das Schwarze Proletariat anstelle der kolonialen Ikonografien ghanaischer Kirchen abbilden.

Dadurch wird die historisch mit dem Kolonialismus in Zusammenhang stehende Nikolaikirche in einen inklusiven Raum verwandelt, der Schwarze Resilienz zelebriert. Das Projekt prangert die Tilgung Schwarzer Narrative an, bekräftigt ihren rechtmäßigen Rang im öffentlichen Diskurs und fordert die Autorität über die eigene Identität zurück.

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/05/PercyNiiNortey_1-200x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/03/2024_10_23_Nikolaikirche-008-150x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/05/PercyNiiNortey_6-200x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/05/PercyNiiNortey_3-200x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/05/PercyNiiNortey_4-200x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/04/IMG_7503-200x300.jpeg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/05/PercyNiiNortey_2-200x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/05/PercyNiiNortey_5-200x300.jpg)

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/04/IMG_7505-200x300.jpeg)

## Klanginstallation

Begleitet werden diese visuellen Transformationen von einer Klanginstallation, die das immersive Erlebnis in der Nikolaikirche vertieft.

![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2025/02/2024_10_15_Nikolaikirche-02-min-300x200.jpg)

Die Klanglandschaft, die mithilfe von Feldaufnahmen aus lokalen ghanaischen Gemeinschaften erstellt wurde, fängt die alltäglichen Rhythmen, Stimmen und Ausdrücke des Proletariats ein.

Zudem greift sie auf zwei kraftvolle Quellen zurück:

- [Fake Jesus von Prophet Seer1 CFM](https://www.youtube.com/watch?v=Osf0oBPclbE), entnommen bei YouTube und
- [Lumumba Explain, Episode 9: Religion von Thee Alfa House ](https://www.youtube.com/watch?v=tGAYIut5sVQ)mit Plo Lumumba, ebenfalls von YouTube.

Diese Tonaufnahmen werden miteinander verwoben und bieten eine kritische Erzählung über die Rolle von Religion und Kolonialismus, indem sie aufgezwungene Ideologien in Frage stellen und die Befreiung Schwarzer und afrikanischer Denkweisen stärken.

##### Percy Nii Nortey

Percy Nii Nortey ist ein multidisziplinärer Künstler, der in Kumasi, Ghana, geboren wurde und dort arbeitet. Seine Praxis erkundet Materialität, Identität, Arbeit und Erinnerung, wobei sie die Grenzen zwischen performativen Objekten, Malerei, Klanginstallationen, bewegten Skulpturen und Videoinstallationen verwischt. Norteys Arbeit wurzelt tief in seiner persönlichen Geschichte sowie in den ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen Ghanas und zielt darauf ab, das Bewusstsein zu dekolonisieren und Schwarze Gemeinschaften zu ermächtigen, die Hoheit über ihre Narrative und Identitäten wiederzuerlangen.

## Mehr über die Künstler\*innen erfahren

- [ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/09/Dekoloniale_Berlin_Residents-2-300x214.png)](https://www.stadtmuseum.de/dekoloniale-berlin-residents)

## Ausstellung entdecken

- [ ![](https://stiftung-stadtmuseum-berlin.b-cdn.net/wp-content/uploads/2024/09/keyvisual_300dpi18-296x300.jpg)](https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/dekoloniale-was-bleibt)

## Info &amp; Service

##### Öffnungszeiten

täglich | 10 – 18 Uhr (auch an Feiertagen)

**abweichende Öffnungszeiten:**
Mi | 20.05. | 10 – 13 Uhr (Betriebsversammlung)
So | 21.06. | 10 – 22 Uhr (Museumsfest / Fête de la Musique)
Sa | 29.08. | 10 – 2 Uhr (Lange Nacht der Museen)
Mo | 31.08. | geschlossen
ab Mo | 14.09. – 01.10. | geschlossen (Ausstellungsumbau)
Do | 24.12. | geschlossen (Heiligabend)
Fr + Sa | 25. + 26.12. | 12 – 18 Uhr (1. + 2. Weihnachtstag)
Do | 31.12. | geschlossen (Silvester)
Fr | 01.01.2027 | 12 – 18 Uhr (Neujahr)

*Es gilt die *[Besuchsordnung](https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2024/11/besuchsordnung-stadtmuseum-berln.pdf)* der Stiftung Stadtmuseum Berlin.*

##### Museums-Shop

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##### Anfahrt

Nikolaikirchplatz
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##### Kontakt

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## Tickets

##### Museums-Eintritt

**Kombi-Ticket**
**15 Euro**
Gilt für unsere drei Museen im Nikolaiviertel (Museum Nikolaikirche, Museum Ephraim-Palais, Museum Knoblauchhaus) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (bitte Öffnungszeiten beachten)

**Einzel-Ticket**
**7 Euro**
Tagesticket für das Museum Nikolaikirche

**Eintritt frei**
**Mit Ermäßigungsnachweis**
Für Kinder &amp; Jugendliche unter 18 Jahren, Studierende, Azubis, FSJ-/FÖJ-/BFD-Leistende, Berlin-Ticket-S-Inhaber:innen, Schwerbehinderte (mind. 50 % GdB) sowie deren anerkannte Begleitperson, Geflüchtete (mit gültiger Arbeits- bzw. Aufenthaltsgenehmigung/eAT sowie ukrainischem Pass oder gültiger Aufenthaltsgenehmigung der Ukraine), Empfänger:innen von Transferleistungen (Bürgergeld, ALG I), Inhaber:innen der Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg, Inhaber:innen von Super-Ferienpass / Berliner Familienpass, ICOM-Mitglieder, Mitglieder des Deutschen Museumsbunds, des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e. V. (außer Museumsdorf Düppel), des Fördervereins Museumsdorf Düppel e. V., des Förderkreises Museum Knoblauchhaus e. V. sowie Medien-Vertreter:innen mit gültigem Presseausweis.

[   Ticketshop ](https://tickets.stadtmuseum.de/#/tickets/time?museum_id=5&group=day)