26.02.2014

Matthias Koeppel

Himmel, Berlin!

Der Berliner Maler Matthias Koeppel (*1937) persifliert politische und gesellschaftliche Be- und Gegebenheiten mit deutlich kritisch-ironischem Unterton. Die Ausstellung „Himmel, Berlin!“ präsentiert rund 100 Werke aus sechs Jahrzehnten und bildet den Auftakt des Stadtmuseums Berlin zur musealen Aufarbeitung des Themas „West-Berlin“ im Jubiläumsjahr des Mauerfalls vor 25 Jahren.

„Wenn ich heute etwas […] male, ist es morgen schon Geschichte.“ Matthias Koeppel

 Koeppel ist bekannt für seine weit gespannten Himmel, unter denen sich deutsche Zeitge-schichte vollzieht: typische Szenen aus den Westsektoren der geteilten Stadt, der Fall der Mauer, die dynamische Entwicklung seit 1990 oder jüngst die Großbaustelle BER werden in seinen Gemälden reflektiert. Die Handelnden agieren in zugespitzten Situationen, ihre Aktionen wirken oftmals grotesk. Man stellt, so Koeppel, die Dinge, die sich im Vordergrund auf der Erde befinden, sozusagen auf ein Podest. Gleichzeitig wirken sie unter den Wolken nichtig und klein.

Die Sonderschau zeigt neben bekannten ganz neue Werke. So konfrontiert der Maler die Besucherinnen und Besucher in seinen (Stadt)-Landschaften und Figurenbildern auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen. Außerdem verweisen zwei mit dem Selbstauslöser aufgenommene fotografische Zyklen auf das umfassende künstlerische Spektrum Koeppels.

Nach zunächst abstrakten Form- und Farbkompositionen wandte sich Matthias Koeppel in den 1960er-Jahren der gegenständlichen Malerei zu. Im Mittelpunkt steht dabei Berlin, von der Nachstellung des „Jüngsten Gerichts“ des Lucas van Leyden durch die von ihm mitbegründete Schule der Neuen Prächtigkeit am Anhalter Bahnhof bis hin zu Brandenburger-Tor-Motiven im Stil der Klassischen Moderne und neo-kubistischen Bildern. Was Koeppel auf Leinwand und Papier bannt, durch die Linse des Fotoapparats fixiert oder in der von ihm erfundenen Kunstsprache „Starckdeutsch“ beschreibt, ist Ausdruck gespannter, manchmal prophetischer Wahrnehmung und dokumentiert zugleich auf unverwechselbare Weise Berliner Geschichte.

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