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BOEM!

Paul van Ostaijen in Berlin

   

Zum Kunstherbst des Stadtmuseums Berlin befasst sich eine Ausstellung im wiedereröffneten Museum Ephraim-Palais mit dem bedeutenden flämischen Expressionisten, Dadaisten und Surrealisten Paul van Ostaijen (1896–1928), der die Revolutionsjahre nach dem Ersten Weltkrieg im Berliner Exil verbrachte.

Ort
Museum Ephraim-Palais
Poststraße 16
10178 Berlin

Öffnungszeiten
Di – So | 10 – 18 Uhr
Mo geschlossen

Eintritt
6,00 / 4,00 € (ermäßigt) | bis 18 Jahre Eintritt frei

Wer war dieser Künstler? Was hat er einem heutigen Berliner Publikum zu sagen?

Sein in Berlin verfasster Gedichtband „Bezette Stad“ (deutsch: „Besetzte Stadt“) sprengte die bis dahin bekannten Formen der Poesie und Typografie. Damit führte van Ostaijen die moderne Literatur zu einem Höhepunkt und legte zugleich einen wichtigen Grundstein für die moderne niederländische Literatur. Heute gilt er als einer der wichtigsten Dichter der niederländischen Kulturlandschaft.

Kunst als Motor der Revolution

van Ostaijen war überzeugt, dass die Kunst die Revolution voranbringen kann und muss. Themen seiner Arbeiten sind der Erste Weltkrieg, der Untergang der bürgerlichen Ordnung, seine Vision von unabhängigen Nationen in einem sozialistischen Europa, aber auch Einsamkeit und Angst. Im Frühjahr 1921 kehrte er nach Belgien zurück, enttäuscht von der gescheiterten Revolution und den Künstler:innen, die in seinen Augen nicht radikal genug waren – bedingt aber auch durch das Ende seiner Beziehung zu Emma Clément, einer selbständigen Frau, die für den gemeinsamen Lebensunterhalt gesorgt hatte.

„Das Liebespaar“ (1919/20) von Fritz Stuckenberg zeigt Paul van Ostajien und Emma Clément. Das Gemälde ist eine Leihgabe des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Alexander Rentsch

Highlights

In Belgien und den Niederlanden wird van Ostaijen seit den 1950er Jahren als Rebell und herausragender Künstler vor allem für seine neuartige rhythmische Poesie geschätzt. In Deutschland ist er hingegen kaum bekannt.

Die Ausstellung, deren flämischer Titel „Boem!“ (deutsch: „Bumm!“) einem seiner Gedichte entlehnt ist, nähert sich seiner Person und seinem in Berlin geschaffenen Werk.

Highlights sind unter anderem handschriftliche Original-Manuskriptseiten, „Das Liebespaar“ von Fritz Stuckenberg sowie eine aktuelle künstlerische Position von Hanaa el Degham.

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Di – So | 10 – 18 Uhr
Mo geschlossen

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Poststraße 16
10178 Berlin

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(030) 24 002-162
Mo – Fr | 10 – 18 Uhr
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Barrierefreiheit

Das Ephraim-Palais ist stufenlos zugänglich. Alle Ausstellungsbereiche sind über einen Aufzug erreichbar. Es befinden sich barrierefreie Toiletten im Gebäude.

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Eintritt

6,00 / 4,00 € (ermäßigt)

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