Entwicklung, Berlin, um 1963
 

Leonore Schwarzer

Facetten einer Fotografin – Alltag in der DDR

Diese exklusive Online-Fotoschau führt durch das Werk der Berliner Fotografin Leonore Schwarzer. In facettenreichen Bildern hielt sie das Leben der Menschen im östlichen Teil der Stadt fest.

Leonore Schwarzer, um 1963 © Deutsches Historisches Museum I Foto: Kurt Schwarzer

1982 schloss sie ihre Ausbildung zur Fotografin ab und fertigte Auftragsarbeiten für Berliner Betriebe an. Bereits vorher hatte sie als „Leiterin des künstlerischen Volksschaffens“ die Führung von Fotozirkeln in verschiedenen Kulturhäusern übernommen und sich in ihrer Freizeit als freie Fotografin auch selbst künstlerisch betätigt.  Ab 1985 dokumentierte Leonore Schwarzer für den Aufbaustab „Passage Friedrichstadt“ den Bauzustand der Viertel des zu Mitte gehörenden Berliner Stadtteils. Ihre Leidenschaft für die Fotografie entdeckte die ausgebildete Kindergärtnerin Leonore Czapla (geb. 1936 in Berlin) in den 1950er Jahren, als sie ihren späteren Ehemann kennenlernte, den Fotografen Kurt Schwarzer. Früh unterstützte sie ihn in seiner Ost-Berliner Fotoagentur als Fotografin, Assistentin, Laborkraft, Managerin und Model. 

Leonore-Schwarzer-Archiv in der Fotografischen Sammlung © & Foto: Ines Hahn

Leonore Schwarzers fotografische Arbeit  wurde dem Stadtmuseum Berlin 2018 als Schenkung übergeben. Sie umfasst insgesamt 17.000 Negative und Dias sowie 2.600 Handabzüge von den 1960ern bis in die 1990er Jahre. Die motivische Bandbreite ihres Werks zeigt sich in Straßenszenen, Arbeitswelten, Festen, Kulturveranstaltungen, Modenschauen sowie Landschaftsbildern und Portraits. Ein persönlicher, natürlicher, etwas anderer Einblick in den Alltag der Menschen im östlichen Teil Deutschlands, der auch Schwarzers facettenreiches Leben in der DDR widerspiegelt.

Eine Kooperation mit der HTW Berlin, Studiengang Museumskunde, für das Foto-Grafische Kabinett des Märkischen Museums

Die Fotoserien

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