Silbersammlung

Aus der umfangreichen Silbersammlung des Märkischen Museums haben nur wenige Stücke den Zweiten Weltkrieg überstanden.
Teemaschine von Johann George Hossauer, 1828
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Oliver Ziebe

Heute umfasst die Sammlung rund 1.550 Objekte vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt bei Tafelsilber aus dem 18. Jahrhundert und aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Blütezeit Berliner Goldschmiedekunst.

Einblicke in die Silbersammlung (7:41 min)

Rokoko und Klassizismus

Hugenottische Goldschmiedefamilien wie Godet, Fournier und Humbert schufen im Rokoko und Klassizismus aus Silber prächtige Terrinen, Kannen und Teemaschinen. Die brillante Silberverarbeitung zeigt, dass sie ihre Geschäfte über Generationen hinweg erfolgreich führten.

Von einem von ihnen, Johann George Hossauer, sind mehrere exemplarische Silberschmiedearbeiten vorhanden. Er gilt als der wichtigste preußische und sogar deutsche Vertreter seines Fachs im 19. Jahrhundert. In Hossauers Werk vollzog sich der Übergang vom Klassizismus zum Historismus sowie vom Handwerk zur Produktion von Silberwaren in Fabriken.

Silber für politische Würdenträger

Herausragende stadthistorische Bedeutung besitzt das Magistratssilber. Neben Pokalen und Ziertellern gehören dazu die Amtsketten der Bezirksvorsteher, Stadtverordneten und Magistratsmitglieder aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

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