Sammlung Reklameschilder

Reklameschilder sind wertvolle Dokumente der Alltagskultur. Ihre Werbebotschaften und ihre Gestaltung verraten einiges über die Zeit ihrer Entstehung und die Lebenswelt der Menschen. Teils nüchtern und informativ, teils aufwendig, verspielt und von hintergründigem Humor beseelt, sind viele zudem echte „Hingucker“, deren Design und Werbegrafik sich noch heute sehen lassen können. Nicht von ungefähr sind Reklameschilder längst auch bei privaten Sammlern gesuchte Liebhaberobjekte und vielfach als verkleinerte Replik zu haben, ob original auf Blech, ob als Kühlschrankmagnet oder als Motivkarte.

Der Sammlungsschwerpunkt

Die Sammlung des Stadtmuseums Berlin umfasst rund 250 Reklame- und Werbeschilder aus Blech. Der Großteil stammt von der Gesellschaft für Blechemballage und Plakat-Industrie mbH“ in Berlin-Neukölln. 1904 gegründet, fertigt das traditionsreiche Unternehmen noch heute Blechschilder für Werbung und Sammler.

Die Reklameschilder unserer Sammlung werben in der Mehrzahl für:

  • Bier
  • Wein
  • Spirituosen
  • Lebensmittel
  • Tabakwaren

Darüber hinaus schließt die Sammlung Werbeschilder aus Industrie, Behörden, Versicherungen und weiteren Bereichen ein.

Acht Jahrzehnte haben Blechschilder den öffentlichen Raum mit ihren Motiven, Schriftzügen und ihrer Farbgebung mitgeprägt. Neben dem Plakat und der von Ernst Litfaß erfundenen Anschlagsäule waren sie bis weit ins 20. Jahrhundert hinen einer der wichtigsten Werbeträger ihrer Zeit.

Berliner Schlossplatz mit Dom und Schloss, um 1690
Objekte und Geschichten
Hintergrund
Berliner Stadtrundgang 1690

Auf Erkundungstour durch Raum und Zeit mit Johann Stridbeck dem Jüngeren

Abbildung des Holzschnittes „Die Lebenden dem Toten“ von Käthe Kollwitz aus dem Jahr 1919, ein Gedenkblatt für Karl Liebknecht
Märkisches Museum
Mi | 24.04. | 16 Uhr
Projektionsfläche 18/19

Kuratorenführung
Das lange Leben der Novemberrevolution