Silbersammlung

Aus der umfangreichen Silbersammlung des Märkischen Museums haben nur wenige Stücke den Zweiten Weltkrieg überstanden. Heute umfasst die Sammlung rund 1.550 Objekte vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt bei Tafelsilber aus dem 18. Jahrhundert und aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Blütezeit Berliner Goldschmiedekunst.

Hugenottische Goldschmiedefamilien wie Godet, Fournier und Humbert schufen im Rokoko und Klassizismus:

  • prächtige Terrinen
  • Kannen
  • Teemaschinen

Die brillante Silberverarbeitung zeigt, dass sie ihre Geschäfte über Generationen hinweg erfolgreich führten. Von Johann George Hossauer sind mehrere exemplarische Silberschmiedearbeiten vorhanden. Er gilt als der wichtigste preußische und sogar deutsche Vertreter seines Fachs im 19. Jahrhundert. In Hossauers Werk vollzog sich der Übergang vom Klassizismus zum Historismus sowie vom Handwerk zur Produktion von Silberwaren in Fabriken.

Silber für politische Würdenträger

Silbernes Trinkgefäß aus dem Berliner Rathaus

Herausragende stadthistorische Bedeutung besitzt das Magistratssilber. Neben Pokalen und Ziertellern gehören dazu die Amtsketten der Bezirksvorsteher, Stadtverordneten und Magistratsmitglieder aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Berliner Schlossplatz mit Dom und Schloss, um 1690
Objekte und Geschichten
Hintergrund
Berliner Stadtrundgang 1690

Auf Erkundungstour durch Raum und Zeit mit Johann Stridbeck dem Jüngeren