Wie hier in der Kurfürstenstraße glich Berlin 1945 einem Trümmerfeld.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Cecil F. S. Newman

Tag der Befreiung

Das Stadtmuseum Berlin würdigte den 75. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai 1945 mit zwei besonderen Beiträgen: der Aufzeichnung eines Gedenkkonzerts in der wiederaufgebauten Berliner Nikolaikirche und mit einer digitalen App, die anhand von historischen und heutigen Fotografien eine Brücke zwischen damals und heute, zwischen Krieg und Frieden spannt.

Am 2. Mai 1945 kapitulierte der Berliner Stadtkommandant General Weidling, wodurch der Zweite Weltkrieg in der Hauptstadt faktisch endete. Die formelle Kapitulation des Deutschen Reiches wurde jedoch erst am 8. Mai am Sitz des Oberkommandierenden der Roten Armee in Deutschland in Berlin-Karlshorst unterzeichnet.

Berlin lag in Trümmern, vor allem wegen der wiederholten Bombenangriffen der Alliierten, aber auch auf Grund von Hitlers „Nero“-Befehl, der zu der Sprengung hunderter Brücken und der Flutung von U-Bahn-Schächten führte. Die Stadt, in der Flächenbombardements als militärische Strategie erdacht worden waren, war selbst deren Opfer geworden.

Gedenktag

Der Tag der Befreiung ist in Berlin ein zentraler Gedenktag. Er erinnert an die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des 2. Weltkriegs in Europa am 8. Mail 1945. Anlässlich des 80. Jahrestages 2025 wurde der Tag der Befreiung in Berlin einmalig als gesetzlicher Feiertag begangen. 

Zeichen der Hoffnung

Bilder, wie wir sie heute aus Aleppo oder Grosny kennen, prägten damals auch Berlin. Und niemand konnte sich vorstellen, dass sich diese Stadt wieder zu einer strahlenden, innovativen Metropole entwickeln würde, wie sie es in den 1920/30er Jahren kulturell, architektonisch und wirtschaftlich war. Die Fotografien des zerstörten Berlin aus den Nachkriegsjahren lösen beim Betrachten Fassungslosigkeit und Entsetzen aus. Beeindruckend sind auch die Aufnahmen von Cecil F. S. Newman, der als alliierter Offizier den beginnenden Wiederaufbau begleitete. 

Zugleich jedoch beweist die heutige Sicht auf die historischen Orte, wie die Stadt aus Ruinen wieder auferstand: ein Zeichen der Hoffnung und Perspektive für Menschen, die heute das Schicksal von Kriegsflüchtlingen erleiden. Ebenfalls eingerahmt von Newmans eindrucksvollen Fotografien, soll auch das Gedenkkonzert in der Nikolaikirche eine Brücke vom Damals zum Heute sein – vom Krieg zum Frieden und vom Trennenden zum Verbindenden. 

Alles rund um den Tag der Befreiung

Gedenkkonzert, App, Hintergrundbeiträge

Bilder von Berlin: 1945 und danach

In authentischen Bildern dokumentierte die Berliner Fotografin Eva Kemlein das wiedererwachende Leben in der vom Krieg zerstörten Stadt.

Die Schlacht um Berlin

Mitte April 1945 traten rund 3,5 Millionen Soldaten zum Endkampf um die deutsche Hauptstadt an. Er forderte hunderttausende Opfer und verursachte ungeheure Zerstörungen.

Gesichter der Hoffnung

Der britische Ingenieur, Soldat und Fotograf Cecil F. S. Newman (1914–1984) begleitete ab 1945 Berlins Wiederaufbau. Dabei portraitierte er Menschen beim Neubeginn.

Berlin 1945 und heute

Bilder von damals zeigen in verblüffenden Vergleichen mit heutigen Fotografien, wie sich die Stadt in den vergangenen 80 Jahren verändert hat.

Ein skulpturales Sitzmöbel – die „Berlianen“ von Stammpunkt – windet sich lianenartig durch die Lounge am Ende der Ausstellung. Hier können sich Besucher:innen austauschen.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Anne Preussel

berlin History App

Bilder der zerstörten Stadt

Mit der  kostenfreien App werden die Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Stadt auf hunderten von Fotos sichtbar und atemberaubende Vergleiche zwischen damals und heute möglich.

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