Straßenverkäufer mit der ersten Ausgabe der Berliner Zeitung, der ersten nach Kriegsende in Deutschland neu gegründeten Tageszeitung, 21. Mai 1945
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Eva Kemlein
Tag der Befreiung
Das Stadtmuseum Berlin würdigte den 75. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai 1945 mit zwei besonderen Beiträgen: der Aufzeichnung eines Gedenkkonzerts in der wiederaufgebauten Berliner Nikolaikirche und mit einer digitalen App, die anhand von historischen und heutigen Fotografien eine Brücke zwischen damals und heute, zwischen Krieg und Frieden spannt.
Am 2. Mai 1945 kapitulierte der Berliner Stadtkommandant General Weidling, wodurch der Zweite Weltkrieg in der Hauptstadt faktisch endete. Die formelle Kapitulation des Deutschen Reiches wurde jedoch erst am 8. Mai am Sitz des Oberkommandierenden der Roten Armee in Deutschland in Berlin-Karlshorst unterzeichnet.
Berlin lag in Trümmern, vor allem wegen der wiederholten Bombenangriffen der Alliierten, aber auch auf Grund von Hitlers „Nero“-Befehl, der zu der Sprengung hunderter Brücken und der Flutung von U-Bahn-Schächten führte. Die Stadt, in der Flächenbombardements als militärische Strategie erdacht worden waren, war selbst deren Opfer geworden.
Berlin lag in Trümmern, vor allem wegen der wiederholten Bombenangriffen der Alliierten, aber auch auf Grund von Hitlers „Nero“-Befehl, der zu der Sprengung hunderter Brücken und der Flutung von U-Bahn-Schächten führte. Die Stadt, in der Flächenbombardements als militärische Strategie erdacht worden waren, war selbst deren Opfer geworden.
General Helmuth Weidling unterzeichnete am 2. Mai 1945 als Kampfkommandant von Berlin die bedingungslose Kapitulation der Stadt. Am 6. Mai wurde seine Gefangennahme am Eingang zum „Führerbunker“ der Neuen Reichskanzlei in der Voßstraße für dieses sowjetische Propaganda-Foto inszeniert.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Abraham Pisarek
Tag des Gedenkens
Der Tag der Befreiung ist in Berlin ein Gedenktag. Er erinnert an die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des 2. Weltkriegs in Europa am 8. Mai 1945. Anlässlich des 80. Jahrestages 2025 wurde der Tag der Befreiung in Berlin einmalig als gesetzlicher Feiertag begangen.
Hoffnungszeichen
Bilder, wie wir sie heute aus Syrien oder der Ukraine kennen, prägten damals auch Berlin. Und niemand konnte sich vorstellen, dass sich diese Stadt wieder zu einer strahlenden, innovativen Metropole entwickeln würde, wie sie es in den 1920/30er Jahren kulturell, architektonisch und wirtschaftlich war. Die Fotografien des zerstörten Berlin aus den Nachkriegsjahren lösen beim Betrachten Fassungslosigkeit und Entsetzen aus. Beeindruckend sind auch die Aufnahmen von Cecil F. S. Newman, der als alliierter Offizier den beginnenden Wiederaufbau begleitete.Zugleich jedoch beweist die heutige Sicht auf die historischen Orte, wie die Stadt aus Ruinen wieder auferstand: ein Zeichen der Hoffnung und Perspektive für Menschen, die heute das Schicksal von Kriegsflüchtlingen erleiden. Ebenfalls eingerahmt von Newmans eindrucksvollen Fotografien, bildete auch ein Gedenkkonzert in der Nikolaikirche zum 75. Jahrestag des Kriegsendes 2020 eine Brücke vom Damals zum Heute – vom Krieg zum Frieden und vom Trennenden zum Verbindenden.
Friedrichshain, Blumenstraße (Blick Richtung Westen), 1945.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Cecil F. S. Newman