Amalie Beer und ihr Berliner Salon

Amalie Beer, Portrait von Johann Karl Kretschmar, um 1803 © Jewish Encyclopedia
© Stadtmuseum Berlin

In der 11. Ephraim-Veitel-Soirée stellt Historikerin Dr. Petra Dollinger den Salon der Mutter namhafter Berliner Musiker, Wissenschaftler und Dichter vor.

Preise
Regulär: kostenfrei
Ort
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) – Berliner Stadtbibliothek
Breite Str. 36
10178 Berlin-Mitte

Treffpunkt:
Berlin-Saal
Termin
Dauer
2 Stunden

Bekannt geworden ist Amalie Beer (1767 – 1854) als Mutter des Komponisten Giacomo Meyerbeer, des Astronomen Wilhelm Beer und des Dichters Michael Beer sowie als Wohltäterin und preußische Patriotin. Eine bemerkenswerte Rolle spielte sie in ihrer Epoche jedoch auch als Gastgeberin ihres Salons, der über Jahrzehnte ein Zentrum insbesondere des musikalischen Lebens in Berlin war. Zu den Gästen zählten Größen der zeitgenössischen Musik- und Theaterwelt, Diplomaten, Literat:innen und viele mit ihr bekannte oder befreundete Berliner:innen, darunter auch Vertreter:innen der Familie Ephraim, die seinerzeit im Ephraim-Palais lebte.
 
Der glänzende Rahmen ihres geselligen Salons stand in auffallendem Gegensatz zu der ungezwungenen, herzlichen Art der Gastgeberin. Insbesondere in den temperamentvollen Briefen Amalie Beers an ihren Sohn Giacomo tritt ihre kluge, energische und humorvolle Persönlichkeit hervor. Ihr langes Leben umspannte die Epoche der Berliner Aufklärung mit der Biedermeierzeit und der Ära König Friedrich Wilhelms IV.

Der Vortrag wird musikalisch umrahmt. Im Anschluss Gespräch bei Wein, Wasser und Brezeln.

Keine Anmeldung erforderlich.

Musik: Rainer Killius (Klavier), Andrea Chudak (Sopran)
Lesungen: Raphaëlle Efoui-Delplanque