Bruderland ist abgebrannt & Der zweite Anschlag

Filmszenen (Ausschnitt) aus „Bruderland ist abgebrannt“ (links) und „Der zweite Anschlag“ (rechts)
© Angelika Nguyen | © Mala Reinhardt
„Lichter aus dem Hintergrund“, Helga Reidemeister, DE 1998
© öFilm / Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen | Titel-Schriftzug: Förm | Layout: Groupe Dejour

Film-Abend zur Ausstellung „Heute noch, morgen schon. Filmische Perspektiven auf Berlin um 1990“. Mit den Filmemacherinnen Angelika Nguyen und Mala Reinhardt.

Preise
Regulär: kostenfrei
Ort
Stadtteilzentrum KREATIVHAUS
Fischerinsel 3
10179 Berlin

Treffpunkt: Theaterraum
Termin
Dauer
2 Stunden

„Bruderland ist abgebrannt“ widmet sich der Situation vietnamesischer Vertragsarbeiter:innen in Ost-Berlin nach dem Mauerfall. Die durch Staatsverträge zwischen der DDR und den sozialistischen „Bruderländern“ geregelten Aufenthaltsgenehmigungen wurden mit der Deutschen Einheit ungültig. Angelika Nguyens Film erzählt von der Erfahrung, plötzlich arbeits- und wohnungslos zu sein, von struktureller Ausgrenzung, rassistischer Gewalt und Gegenwehr. Und von der schwierigen Entscheidung, nach Vietnam zurückzukehren oder trotz allem zu bleiben.

„Ausländer raus“, „Deutschland den Deutschen“, „Remigration“: Die Parolen der Rechten sind unüberhörbar geworden. Und unübersehbar die Gewalt gegen Menschen, die als „fremd“ wahrgenommen werden. Mala Reinhardts „Der zweite Anschlag“ dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der davon Betroffenen und stellt sie in den Mittelpunkt. In Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist:innen des Films durchlebt haben, aber auch des Kampfes migrantischer Communitys gegen strukturellen Rassismus in Deutschland.
 
Film: „Bruderland ist abgebrannt“ (1991), Ein Film von Angelika Nguyen, 28 Minuten | „Der zweite Anschlag“ (2018), ein Film von Mala Reinhardt, 62 Minuten
Sprache: Beide Filme Deutsch mit englischen Untertiteln
Im Anschluss: Gespräch mit Angelika Nguyen und Mala Reinhardt

In Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus im Stadtteilzentrum KREATIVHAUS Fischerinsel.

Über die Filmreihe

Die Filmreihe zur Ausstellung „Heute noch, morgen schon“ im Museum Nikolaikirche beleuchtet die Veränderungen Berlins seit Ende der Teilung aus vielfältigen Perspektiven. Dokumentar- und Experimentalfilme zeigen persönliche Geschichten, gesellschaftliche Brüche und Kontinuitäten sowie künstlerische Interventionen. An jedem Abend ist mindestens ein:e Regisseur:in zu Gast, um im Gespräch mit den Kurator:innen Suy Lan Hopmann und Florian Wüst Einblicke in seine:ihre Arbeit und die Entstehungszeit der Filme zu geben.

Die Filmreihe findet In Kooperation mit Arsenal – Institut für Film und Videokunst, Büro für Dramaturgie, Gropius Bau, neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) und Stadtteilzentrum KREATIVHAUS statt.

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