/ 
Das Publikum auf den Tribünen winkt den vorbeidonnernden Rennwagen zu, 2. August 1959
© Stiftung Stadtmuseum Berlin | Foto: Pressebilderdienst Kindermann

100 Jahre Avus

Am 24. September 2021 jährte sich die Eröffnung der „Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße“ (Avus) zum 100. Mal. Die Rennen auf der Avus zählten zu den populärsten Sportveranstaltungen Berlins und zogen auf ihrem Höhepunkt über 300.000 Menschen an.

SSe gilt als die erste reine Autostraße überhaupt und galt zudem lange Zeit als schnellste Rennstrecke der Welt, auf der zahlreiche Rekorde aufgestellt wurden: die Beliner Avus. Heute bildet sie den nördlichen Teil der Autobahn A115, aber noch bis Ende der 1990er Jahre wurde sie darüber hinaus als Rennstrecke genutzt. Ihre wechselhafte Geschichte beginnt bereits im Kaiserreich und spiegelt die dramatische Historie Europas während des 20. Jahrhunderts wider.

Karte des Grunewalds mit Avus von 1923
© Berliner Morgenpost | Quelle: Sammlung eAUTOBAHN.de
Wer schon einmal von Südwesten kommend mit dem Auto nach Berlin gefahren ist, kennt sicherlich die Tribüne am Straßenrand in der Nähe des Funkturms. Wer sie erreicht, befindet Sie sich bereits seit zehn Kilometern auf Deutschlands ältester Autobahn. Die Tribüne ist ein heute noch erkennbarer „Rest“ der Rennstrecke, die früher an ihren südlichen und nördlichen Enden mit Wendeschleifen ausgestattet war. Die beiden Schleifen bildeten die einzigen Kurven des damals 19,6 Kilometer langen Rennkurses. Heute sind sie nicht mehr vorhanden. Insbesondere die 18 Meter breite Steilkurve an der Nordseite und der Ruf der Avus als schnellste Rennstrecke der Welt sind Teil ihres Mythos.
Mitwirkende

Vielen Dank an das Sportmuseum Berlin und die Sammlung eAUTOBAHN.de für die freundliche Zusammenarbeit und die Bereitstellung von Bildmate

Weitere Beiträge