Pressemitteilung | Ausstellung „MOTHERLAND“ ab 4. Juni 2023 im Museum Ephraim-Palais

   
Lesia Khomenko, Schweigeminute, 2022 (c) Lesia Khomenko
Lesia Khomenko, Schweigeminute, 2022 (c) Lesia Khomenko

Zehn ukrainische Künstler:innen thematisieren in Gemälden, Fotografien und Videos „Heimat“.

Julia Beliaeva, Landschaft mit Welpen, 2022, Videoanimation © Julia Beliaeva
3D-Videoanimation, Landschaft mit Welpen, 2022, Videoanimation © Julia Beliaeva

Kontext von Flucht und Krieg

Vom 4. Juni bis 10. September 2023 ist „MOTHERLAND. Ukrainische Künstler:innen hinterfragen Heimat“ im Museum Ephraim-Palais zu sehen. Die 2022 im Auftrag des Stadtmuseums Berlin entstandenen Gemälde, Fotografien und Videos, kuratiert von Valeria Schiller aus der Ukraine,  nun in Berlin lebend, stehen im aktuellen Kontext von Flucht und Krieg – und reflektieren aus sehr persönlichen Perspektiven das Konstrukt „Heimat“. In der Ausstellung wird „Heimat“ dabei jenseits von lokalen Bezügen in einem übergeordneten, globalen Zusammenhang präsentiert.
 

Die künstlerischen Interpretationen zeigen, wie abstrakt und individuell das jeweilige Verständnis von Heimat und damit das Verständnis von Liebe, Sicherheit und Fürsorge ist. Sie thematisieren dies auf zwei Arten: Einerseits geht es um erlebte Wirklichkeit, Pflichtgefühle und landesverbundene Prägungen. Andererseits werden auch unterbewusste Wünsche, Ängste und Sehnsüchte zum Ausdruck gebracht. Der in das Leben der Ukrainer:innen einschneidende, russische Angriffskrieg ist immer wieder aus den unterschiedlichen künstlerischen Reflexionen herauszulesen.


Künstler:innen: Kateryna Aliinyk, Julia Beliaeva, Yuriy Biley, Nikolay Karabinovych, Lesia Khomenko, Kateryna Lysovenko, Krystyna Melnyk, Alina Sokolova, Zhenia Stepanenko, Anna Zvyagintseva

Zitat von Paul Spies

Paul Spies, Direktor des Stadtmuseums Berlin: „Die Sonderausstellung MOTHERLAND ist ein Beitrag des Stadtmuseums Berlin, Menschen aus der Ukraine eine Bühne zu geben und zu unterstützen. Dass wir zehn junge Künstlerinnen und Künstler gewinnen konnten, freut mich ganz besonders – gibt es doch der Ukraine und ihrer reichen Kultur eine weitere Möglichkeit, sich in Berlin zu präsentieren und damit hier ein Verständnis für eine bedrängte Nation zu verschaffen und auch vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen.“
Raumflucht im Museum Ephraim-Palais Foto: Oliver Ziebe (c) Stadtmuseum Berlin
MOTHERLAND im Museum Ephraim-Palais Foto: Oliver Ziebe (c) Stadtmuseum Berlin
Aussellungsrundgang vor Alina Sokolova, “Pietà”, 2022, Acryl auf Leinwand Foto: Oliver Ziebe (c) Stadtmuseum Berlin
Aussellungsrundgang im Museum Ephraim-Palais, Foto: Oliver Ziebe (c) Stadtmuseum Berlin

Freier Eintritt für Menschen aus der Ukraine

Die Sonderausstellung in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache steht dem Publikum bis zum 15. Juni bei freiem Eintritt offen. Darüber hinaus ist über die gesamte Laufzeit sowie an allen weiteren Standorten des Stadtmuseums Berlin der Eintritt frei für Menschen aus der Ukraine sowie für alle mit elektronischem Aufenthaltstitel (eAT).