Zehlendorf

Die Anfänge des Berliner Stadtteils Zehlendorf liegen im 13. Jahrhundert, als der Ort im Zuge der deutschen Ostsiedlung gegründet wurde. Der Name leitet sich vermutlich von einem slawischen Wort für „grünes Tal“ ab. Über Jahrhunderte blieb Zehlendorf landwirtschaftlich geprägt. Erst im 19. Jahrhundert begann es sich mit dem Bau von Villen und der Anbindung an die Eisenbahn zu entwickeln. Wohlhabende aus Berlin entdeckten Zehlendorf als ruhigen Wohnort im Grünen. 1920 wurde der Ortsteil durch das Groß-Berlin-Gesetz Teil der Hauptstadt. Dennoch erlitt Zehlendorf im Zweiten Weltkriegs vergleichsweise geringe Schäden. Nach Kriegsende gehörte der Stadtteil zum US-amerikanischen Sektor West-Berlins. Seit 2001 bildet er zusammen mit Steglitz einen Bezirk. Heute ist Zehlendorf ein ruhiger und wohlhabender Berliner Ortsteil, geprägt von Villenvierteln, Wald und Seen sowie einer eher bürgerlichen Atmosphäre.

Zehlendorf, Teltower Damm (Ansichtskarte), nach 1945
© Sammlung Stadtmuseum Berlin

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