Seit dem 17. Jahrhundert erfreuten sich Scherzgläser großer Beliebtheit. Der Sturzbecher, ein Trinkglas ohne Fuß, nötigte den Gast, den Becher in einem Zug leer zu trinken.
© Stadtmuseum Berlin

Rotes Feuer im Glas

Die seltenen, tiefrot glänzenden Gläser aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin zeigen, wie eng Experimentierfreude, Handwerk und frühe Naturwissenschaft in Berlin miteinander verwoben waren. Ihre Farbe ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer kunstvollen Mischung aus Wissen, Mut und feinstem Gold.

Die tiefrote Leuchtkraft der rubinroten Gläser geht auf die raffinierte Technik des Alchemisten und Glasmachers Johannes Kunckel (1620 – 1703) zurück. Durch die Zugabe feinster Goldpartikel gelang ihm eine glas-geschichtliche Innovation, die Berlin zu einem Zentrum dieser seltenen Farbgläser machte. Die Stücke in der Sammlung des Stadtmuseums Berlin zeigen bis heute, wie eng Handwerk, Experiment und Wissenschaft damals miteinander verschmolzen.

Wer war Kunckel – und wie wird Gold zu Glas?

Besucher:innen in der Ausstellung.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Anne Peussel

BerlinZEIT

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