Gesetz betreffend die Grundrechte des deutschen Volks

170 Jahre Frankfurter Nationalversammlung

Ein wesentliches Ergebnis der Revolution von 1848/49 war die Verabschiedung der „Grundrechte des deutschen Volks“ durch die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche am 21. Dezember 1848. Zum 170. Jahrestag zeigen wir das historische Dokument.

Am 27. Dezember 1848 traten erstmals in der deutschen Geschichte verbindliche Rechte in Kraft, die der Staat gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern beständig, dauerhaft und einklagbar zu garantieren hatte.

Vorbild für das Grundgesetz

Ein Blick in den Gesetzestext zeigt, welche individuellen Freiheiten die Deutschen fortan besaßen – und noch immer besitzen. Denn wesentliche Teile daraus fanden, teils fast wörtlich, auch Eingang in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949. Sie sind somit noch immer gültig. Hierzu zählen:

  • die Freiheit der Wahl des Wohnsitzes und des Erwerbs von Eigentum sowie die Freiheit der Wahl der eigenen Tätigkeit. (Art. 1, § 3)
  • die Abschaffung der Todesstrafe. (Art. 1, § 5)
  • die Gleichheit vor dem Gesetz (Art. 2, § 7)
  • die unverletzliche Freiheit der Person (Art. 3, § 8)
  • die Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 3, § 10)
  • das Briefgeheimnis (Art. 3, § 12)
  • die Meinungsfreiheit (Art. 4, § 13)
  • die Religionsfreiheit (Art. 5, § 14)
  • die Freiheit der Wissenschaft und ihre Lehre (Art. 6, § 22)
  • das Recht auf Schulbildung (Art. 6, § 25)
  • die Versammlungsfreiheit (Art. 7, § 29)
  • die Unverletzlichkeit des Eigentums (Art. 8, § 32) 
  • die alleinige Befugnis des Staates zur Rechtsprechung (Art. 9, § 41)
  • die Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit (Art. 9, § 41)

So selbstverständlich wie uns diese Gesetze heute erscheinen, sind sie es in vielen Staaten der Welt auch 170 Jahre nach ihrer Verabschiedung in Deutschland nicht: Allein in 61 Staaten droht immer noch die Todesstrafe, in zahlreichen Staaten gibt es keine Meinungs-, Presse- oder Religionsfreiheit, vielerorts wird die Freiheit und Würde der Person missachtet, und weltweit besuchen 72 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Schule.

Die Sammlungen des Stadtmuseums Berlin umfassen rund 4,5 Millionen Objekte. Aus diesem einzigartigen Schatz präsentieren wird Ihnen im monatlichen Wechsel ein Objekt des Monats. Zu sehen ist es auf Ebene 1 der neuen Dauerausstellung BerlinZEIT im Märkischen Museum.

Märkisches Museum

Öffnungszeiten

Di–So 10–18 Uhr
Bitte beachten Sie unsere Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Eintrittspreis

7,00 / erm 4,00 Euro (inkl. Audioguide) | bis 18 Jahre frei
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei

Hofcafé

Di–So 10–18 Uhr

Barrierefreiheit

Details auf Mobidat

Adresse

Am Köllnischen Park 5
10179
Berlin

Kontakt

INFOLINE

Mo Fr 10 18 Uhr

030 24002 162
Foto von bewaffnetem DDR-Grenzsoldat und spielenden Kindern an der Berliner Mauer
Märkisches Museum
Dauerausstellung
BerlinZEIT

Geschichte kompakt
Von der Eiszeit bis zur Gegenwart

Foto eines Salz- und Pfefferstreuer-Pärchens, das als Miniaturbüsten von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gestaltet ist
Märkisches Museum
23.11.2018 – 19.05.2019
Berlin 18/19

Sonderausstellung
Das lange Leben der Novemberrevolution

Foto der Lithografie Schüsse am Brandenburger Tor von Ernst Stern aus dem Jahr 1919
Stadtteil Mitte
Sa | 26.01. | 14 Uhr
Chaos, Kämpfe, Republik

Stadtspaziergang
Die lange Revolution vor hundert Jahren