23.09.2020

Das Rose-Theater in Fotografien und Dokumenten

Schenkung an die Theatersammlung des Stadtmuseums Berlin

Das Berliner Rose-Theater lebt in der Erinnerung vieler Bühnen-Interessierter fort. Nun wird die Sammlung des Stadtmuseum Berlin durch eine Schenkung einzigartiger Dokumente und Fotografien zu dem 1945 untergegangenen Privattheater erweitert.

„Ob ich das Rose-Theater kenne? Na, das ist eine Frage – natürlich! Jedes Stück haben wir uns angesehen. Wir hatten zwar nicht viel Geld, aber für das Rose-Theater hat es gereicht.“ Zahlreiche Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie diese hat die Kulturwissenschaftlerin Petra Louis bereits 1985 für ihre Diplomarbeit an der Humboldt Universität dokumentiert. Nun wird die bestehende Sammlung des Stadtmuseum Berlin zu der Friedrichshainer Theater-Institution durch eine großzügige Schenkung von Erben des Rose-Theaters wesentlich bereichert. 

„Berlin spricht vom Rose-Theater“, Druck, 1932 © Stadtmuseum Berlin

Berliner Volkstheater in Reinform

Das Rose-Theater in der Großen Frankfurter Straße (heute Karl-Marx-Allee) repräsentierte das Berliner Volkstheater in seiner reinsten Form. Über zwei Generationen, von 1906 bis zur Zerstörung 1945, prägte die Familie Rose das beliebte Vorstadt-Theater im Osten. Der Schauspieler und Theatergründer Bernhard Rose entwickelte ein breitgefächertes Angebot für ein kleinbürgerlich-proletarisches Publikum. Mit der angeschlossenen großzügigen Gartenbühne führte er die Tradition von Theater und Ausflugslokal fort: „Hier können Familien Kaffee kochen“, so Bernhard Rose. Nach seinem Tod 1927 betrieben seine Söhne Paul, Hans und Willi das erfolgreiche Bühnengeschäft mit bis zu 30.000 Abonnentinnen und Abonnenten weiter.   

Die von Vera Kissel, einer Enkelin des letzten Intendanten Paul Rose, übergebenen 75 Sammelalben ergänzen und bereichern die bereits vorhandenen Sammlungsstücke aus den Beständen des Märkischen Museums. Mit einzigartigen Dokumenten und Fotografien eröffnen sie der Forschung nun neue Zusammenhänge.

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Kontakt

Bärbel Reißmann

Sammlungsbetreuerin

030 353059 420
Symbolfoto nummerierter Bibliothektsbände
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