04.05.2018

Hannah-Höch-Preis und Hannah-Höch-Förderpreis 2018

Pressemitteilung

Ausstellung vom 28. September bis 25. November 2018 im Museum Nikolaikirche

Der diesjährige Hannah-Höch-Preis geht an Christiane Möbus (geb. 1947 in Celle). Die Künstlerin erhält damit den bedeutendsten Kunstpreis des Landes Berlin für ihr herausragendes künstlerisches Lebenswerk. Seit 1970 erschafft sie mit ihren Installationen, Performances, Fotoarbeiten, Filmen und Texten poetische Sinnbilder. Ihre Arbeiten verweisen stets auf existenzielle Themen; ihre Assoziationen verleiten dabei zu Erkenntnissen unserer selbst.

Christiane Möbus studierte von 1966 bis 1970 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Emil Cimiotti. Danach ging sie als DAAD-Stipendiatin für ein Jahr nach New York. Ende der 1960er Jahre begann ihre Ausstellungstätigkeit. Für Ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Kunstpreise: ein Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium (1977–79), den Villa-Romana-Preis (1978), den Bernhard-Sprengel-Preis für Bildende Kunst (1980), den Förderpreis des BDI (1981), den Niedersächsischen Staatspreis (1993) sowie den Gabriele-Münter-Preis (2010). Seit 1982 war sie als Professorin an verschiedenen Kunsthochschulen in Hamburg, Braunschweig und Berlin tätig (von 1990 bis 2014 an der Universität der Künste Berlin).

„Mit Ihren Werken“, so Senator Dr. Klaus Lederer, „schicken Sie die Gedanken und Gefühle des Betrachters auf Wanderschaft, machen ihn staunen und befreien den ernüchterten Blick aus engen Bahnen“. Die Jury bestand aus Mitgliedern der Förderkommission Bildende Kunst, der Vertreter der Berlinischen Galerie, des Georg-Kolbe-Museums, des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin, des Neuen Berliner Kunstvereins und des Stadtmuseums Berlin angehören.

Die Künstlerin Sunah Choi

Der Hannah-Höch-Förderpreis wurde Sunah Choi (geb. 1968 in Busan, Korea) zuerkannt. Sie studierte von 1995 bis 2001 an der Städelschule, der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Seit 1999 ist sie international durch Einzel- und Gruppenausstellungen präsent, sie erhielt zahlreiche Preise und Arbeitsstipendien, 2007 siedelte sie nach Berlin über. Die Arbeiten von Sunah Choi setzen sich mit der formalen Untersuchung im Hinblick auf Inhalt und Aufbau in Formen auseinander. Die Künstlerin interessieren die Prozesse des Abstrahierens, die Bezug auf konkrete Zeiten, Orte und Phänomene nehmen.                 

Anhand der Medien Skulptur, Installation und Fotografie untersucht sie visuelle Übersetzungsmechanismen. Ihre Arbeiten sind zum einen durch die klare und einfache Formensprache definiert, zum anderen sind sie offen für weitere Interpretationen. Kultursenator Dr. Klaus Lederer dankt der Jury, der Prof. Else Gabriel (Kunsthochschule Berlin), Hannah Kruse (Goldrausch Künstlerinnenprojekt) und Prof. Dr. Dominik Bartmann (Stadtmuseum Berlin) angehörten, für die fachkundige Auswahl der Förderpreisträgerin.

Der Hauptpreis ist mit 80.000 Euro dotiert (davon 25.000 Euro Preisgeld), der Förderpreis mit 38.000 Euro (davon 10.000 Euro Preisgeld). Die Preise beinhalten jeweils eine Ausstellung und eine Publikation. In diesem Jahr wird der Preis vom Stadtmuseum Berlin ausgerichtet und am 27. September im Museum Nikolaikirche verliehen. Die Ausstellungen der Preisträgerinnen sind dort vom 28. September bis zum 25. November 2018 zu sehen.

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Kontakt

Judith Kuhn

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

030 24002 215