30.11.2021

Nikolai Makarov im „Kunstraum Kraut“

Vierte Variation zur Auferstehung im Museum Nikolaikirche

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte „Auferstehung Christi“ in der Kraut-Kapelle des Museums Nikolaikirche ist vom 30. November 2021 bis zum 23. Januar 2022 in einer Interpretation des Künstlers Nikolai Makarov zu sehen.

Mit seiner besonderen Technik ist Makarov ein Maler des Lichts. Nicht in klaren Konturen, sondern ins Räumliche aufgelöst und von innen heraus leuchtend scheinen seine Figuren vor den Betrachtenden auf. Vergeblich sucht das Auge auf dem Malgrund nach Halt.

Nikolai Makarovs Werk im „Kunstraum Kraut“ © Stadtmuseum Berlin | Foto: Albrecht Henkys

„Voskresheniye“

Mit seinem Gemälde „Voskresheniye“ (dt: Auferstehung) reagiert Makarov gleich in doppelter Weise auf die vorgefundene Situation: Zum einen zitiert es das verlorene Wandbild und lässt es hier, am Ort seines Verlusts, wie eine Vision noch einmal aufscheinen.

Zum anderen steigert Makarov die Botschaft des unbekannten Künstlers aus der Barockzeit, von dem das ursprüngliche Gemälde stammte. Dieser ließ den Auferstandenen Jesus Christus schweben, um so den Widerspruch von dessen anwesend-abwesender Körperlichkeit auszudrücken. Bei Makarov tritt er uns nun fast gänzlich entstofflicht gegenüber.

Mehr über den Künstler unter: www.nikolai-makarov.de

ÜBER DEN „KUNSTRAUM KRAUT“

Das Bild ist Teil einer Serie von sieben Variationen zum Thema 
Auferstehung, nacheinander präsentiert von sieben Künstlerinnen und Künstlern im Kunstraum Kraut. In diesem Projekt geht es darum, sich dem vom preußischen Hofbildhauer Georg Glume (1679–1765) entworfenen Grabdenkmal künstlerisch anzunähern und sich aus zeitgenössischer Sicht mit einer historischen Fehlstelle auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht darum, diese zu rekonstruieren, sondern zu kommentieren und eine Raumsituation zu erarbeiten, die das Thema des verlorenen Bildes in der Kapelle Kraut, die Auferstehung Christi, im Blickwinkel von heute zu interpretieren.

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Kontakt

Albrecht Henkys

Kurator Museum Nikolaikirche

030 24002 210
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