Beginn:  
26.08.2020
  |   Ende:  
30.05.2021

Chaos & Aufbruch

Berlin 1920|2020

Über Nacht verdoppelte sich 1920 die Einwohnerzahl Berlins. Durch Eingemeindung benachbarter, bis dahin selbstständiger Städte und Gemeinden entstand eine der größten Städte der Welt. Das Märkische Museum präsentiert aus diesem Anlass ab August 2020 eine umfangreiche Sonderausstellung. Mit Blick auf die Vergangenheit und die Gegenwart Berlins geht sie der Frage nach, wie aus einem chaotischen Umbruch ein konstruktiver Aufbruch gestaltet werden kann: Wie kann Großstadt gelingen?

Am 1. Oktober 1920 wurden durch das „Groß-Berlin-Gesetz“ 27 Gutsbezirke, 59 Landgemeinden sowie die sieben bisher selbständigen Städte Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf nach Berlin eingemeindet. Die Einwohnerzahl wuchs dadurch auf 3,8 Millionen Menschen, das Stadtgebiet verdreizehnfachte sich. Berlin wurde neben New York und London zu einer der größten und bevölkerungsreichsten Städte der Welt.

Politik für alle

Mit nun 20 Bezirken bemühte sich die Kommune, die großen finanziellen und sozialen Ungleichgewichte zwischen den teils sehr unterschiedlichen Stadtteilen auszugleichen. Eine „Politik für alle“ hatte zum Ziel, allen in der Stadt lebenden Menschen einen Mindeststandard bei Bildung, Gesundheit, Wohnen und Erholung zu ermöglichen. Zudem war endlich auch eine einheitliche Verkehrs- und Stadtplanung möglich. Das Groß-Berlin-Gesetz war somit die Grundlage für die Stadt von heute – für die Metropole Berlin.

Verkehrschaos oder Mobilitätswende? Leih-Fahrräder und -Elektroroller in Berlin-Mitte, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Gernot Schaulinski

Eine historische und eine aktuelle Zeitebene laden in der Ausstellung zu einer Entdeckungsreise ein, die von den Problemen der Stadt über Lösungsansätze bis hin zu ihrem Zukunftspotential führt. Dabei geht es um Wohnen, Verkehr, Erholung, Verwaltung, um die Anbindung an das Umland und auch um Identität.

„Chaos & Aufbruch – Berlin 1920|2020“ ist die zentrale Ausstellung des Kooperationsprojekts Großes B – dreizehnmal Stadt des Stadtmuseums Berlin mit den zwölf Berliner Bezirksmuseen. Begleitet wird sie von einem umfangreichen Programm und dem Online-Portal 1000x.berlin mit Fotografien und Biografien aus einhundert Jahren „Groß-Berlin“.

Jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr vermittelt ein Live-Speaker spannende Hintergrund-Informationen zur Ausstellung. 

Pressestimmen:

Der Rundgang wurde so spannend und dynamisch in das Märkische Museum hineinkomponiert, das ist ganz großartig gelungen und macht wirklich sehr viel Spaß. […] Das ist eben spannend an der Ausstellung, dass sie nicht rein historisch ist, sondern immer wieder darauf verweist, es gab auch andere Modelle und wir haben heute doch ganz ähnliche Probleme.(Nikolaus Bernau, Fazit - Kultur vom Tage, Deutschlandfunk Kultur Podcast)

„Im Untergeschoss des Märkischen Museums geht es auf eine Zeitreise in die zwanziger und dreißiger Jahre. Oben ist dann Platz für einen Rundgang unter der Überschrift ‚Impuls Berlin 2020‘. Dabei geht es der Ausstellung ausdrücklich nicht um das Herumnölen an den ‚Berliner Verhältnissen‘, sondern um kreative, utopische, künstlerische Interventionen...“.  (Uwe Rada, taz)

Kümmert sich ein Stadtmuseum per Ausstellung um einen extraordinären Abschnitt der Geschichte seiner Kommune, so wäre an sich eine hochgradig historische Nabelschau zu erwarten. Das allerdings […] ist die von Gernot Schaulinski kuratierte Ausstellung im Märkischen Museum keineswegs. Vielmehr versucht sie mit Erfolg, die zwei Zeitebenen miteinander zu verknüpfen, ja sie, sich gegenseitig interpretierend, aufeinander zu beziehen, stets unter der übergeordneten Frage: Wie kann Großstadt gelingen?  (Andreas Conrad, Tagesspiegel)

„…da steckt viel Anspruch drin in dieser Ausstellung, viele innovative Ansätze, viel zu lesen und zu experimentieren, [… ] trotz des für so etwas nicht gerade ganz idealen Gebäudes lohnt sich der Besuch da unbedingt.“ (Andrea Handels, rbbKultur)

Obwohl die Schau viele Themen abhandelt, ist sie nie ausufernd, sondern besticht durch einen frischen Blick. […] Ernst Reuter würde sagen: „Völker der Welt, schaut auf diese Ausstellung! (Sebastian Bauer, B.Z.)

„...ein sinnliches Erlebnis...“ [...] „...spannende Ausstellung...“. (Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung)

Publikation zur Ausstellung
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Märkisches Museum

Öffnungszeiten

Di–Fr | 12–18 Uhr
Sa+So | 10–18 Uhr
Bitte beachten Sie beim Museumsbesuch die geltenden Hygiene-Regelungen.

Sonderöffnungszeiten 2020 (2. Halbjahr)
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Eintrittspreis

7,00 / erm. 4,00 Euro (inkl. Audioguide)
bis 18 Jahre Eintritt frei
1. Oktober: Eintritt frei

Tickets sind ausschließlich an der Kasse des Museums erhältlich und nicht an Zeitfenster gebunden. Aufgrund der geltenden Zugangsbeschränkungen kann es im Ausnahmefall zu Wartezeiten kommen.

Hofcafé

zurzeit geschlossen

Barrierefreiheit

Details auf Mobidat

Adresse

Am Köllnischen Park 5
10179
Berlin

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Programmheft zur Sonderausstellung
Unvollendete Metropole

100 Jahre Städtebau für Groß-Berlin

Die Gründung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 eröffnete neue Chancen für den Städtebau. Der Architekten- und lngenieur-Verein zu Berlin-Brandenburg (AIV) zeigt zusammen mit Partnern in der Ausstellung im Kronprinzenpalais, welche Orte, Projekte und Pläne Berlin seither räumlich geprägt und verändert haben: ,Antworten auf die Zentrenfrage, Wohnungsfrage, Grünfrage und Verkehrsfrage. Was macht Berlin heute aus, was blieb uns erspart, was ist international einzigartig? Zu sehen sind auch die Ergebnisse des lnternationalen Städtebaulichen ldeenwettbewerbs Berlin-Brandenburg 2070.

Kronprinzenpalais
01.10.2020 - 03.01.2021
www.unvollendete-metropole.de

Eine Ausstellung im Rahmen von:

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Das Filmfenster im U-Bahnhof
U2 Märkisches Museum
bis 30.05.2021
Filmfenster im U-Bahnhof

Kurzfilmprogramm: Berlin-Filme
zur Sonderausstellung Chaos & Aufbruch