Zeitungsverkäufer macht einen Spagat auf einer Straße in Paris
 

Europa

Fotoreportagen von Bernd-Horst Sefzik, Teil 1

Bernd-Horst Sefzik bereiste viele Länder Europas, unter anderem, nach einem großen Erdbeben, Jugoslawien. Oder Polen, von wo er über ein Kindergesundheitszentrum berichtete, welches als „Denkmal des Lebens“ an die Opfer der deutschen Besatzung erinnert. Dabei beschränkten sich die Reportagen nicht nur auf die sozialistischen Länder Europas. So besuchte er auch die Türkei, wo mit sowjetischer Hilfe ein Stahlwerk errichtet wurde.

RUMÄNIEN


Zwei Frauen im Regen, Baile Herculane 1977 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergrund: Reportage über die Entwicklung des Kurortes Baile Herculane im Tal der Cerna. Bereits die Römer legten vor rund 2000 Jahren den Grundstein für das erste Badehaus an den dortigen Thermalquellen: An den Wassern des Herkules, NBI 34/77.


Alter Fischer. Ausschnitt aus einem Kontaktbogen, Donau-Delta 1979 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergrund: Nachdem die Donau sieben europäische Staaten durchflossen hat, strömt sie träge der Mündung ins Schwarze Meer entgegen. Dabei führt sie so viele Sedimente mit sich, dass sich das Land jedes Jahr 40 Meter ins Meer hinein schiebt: Das jüngste Land Europas, NBI 20/80.

JUGOSLAWIEN


„Trotz schwerer Sachschäden waren nur 14 Tote und 60 Verletzte in Kotor und Umgebung zu beklagen. Als ein Japaner diesen Zahlen erfuhr, fragte er Genossen Popović mißtrauisch: ,Warum verschweigen Sie Tote und Verletzte?‘“ Kotor 1979 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik


„Priester Krivokapić bewahrt in der Kirche des Heiligen Lucas viele kostbare Ikonen auf. Sie überstanden das Erbeben unbeschadet.“ Kotor 1979 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergrund: Am Ostersonntag, dem 15. April 1979, suchte das bis dahin stärkste Erdbeben der Geschichte Jugoslawiens die Adriaküste heim. Bei der Katastrophe starben 135 Menschen. Das in einer Bucht der Teilrepublik Montenegro gelegene Kotor wurde dabei besonders schwer getroffen: Kotor – 200 Tage nach der Katastrophe, NBI 51/7.

SCHWEDEN


Scan aus der Original-NBI mit Fotos von Bernd-Horst Sefzik, Text: Steffen Uhlmann. Stockholm/Malmö 1980 © Stadtmuseum Berlin | Repro: Dorin Ionita

Hintergrund: Die Reportage setzte sich mit den wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten Schwedens auseinander und übt Kritik an der seit vier Jahren regierenden bürgerlichen Koalitionsregierung: Schweden auf den zweiten Blick, NBI 7/81.

TÜRKEI


„Arif Akildis kniet zum Gebet. Traditionelle Rituale bleiben berücksichtigt, auch wenn neue Arbeitsformen eingeführt werden.“, Iskenderun 1976 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergrund: Sowjetische Experten errichten das Stahlwerk von Isekenderun. Gewaltige Industrieanlagen und neue Wohnviertel verändern die Silhouette der Stadt: Beispiel Iskenderun, NBI 13/77.

POLEN


„In der Obhut von Mutter und Ärzten wird die Entwicklung dieses Babys kontrolliert.“ Warschau 1979 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik



„Modernste Apparaturen aus vielen Ländern ermöglichen sichere Diagnosen.“ Warschau 1979 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergund: Das Kindergesundheitszentrum bei Warschau wurde als lebendiges Denkmal für die während der nationalsozialistischen Besatzung ermordeten Männer, Frauen und Kinder errichtet. Seine 14 Etagen sollten die Jahre der Kindheit symbolisieren: Denkmal des Lebens, NBI 29/79.

FINNLAND


In den Straßen von Helsinki, Helsinki 1984 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergrund: Das Bild gehört zu einer Reportage über die alte Stadt Porvoo. Auf der Reise besuchte Sefzik auch Helsinki: Friedliches altes Porvoo – Finnlands zweitälteste Stadt, NBI 41/84.

FRANKREICH


„Flohmarkt“, Paris 1972 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik



„Vietnam-Demonstration“, Paris 1972 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Bernd-Horst Sefzik

Hintergrund: Die Bilder entstanden während eines zweiwöchigen Frankreich-Aufenthalts in Paris und Lyon. Grund war die in Frankreich geführte Debatte um die politische Anerkennung der DDR: Anerkennung jetzt!, NBI 27/72.

Weitere Fotoserien

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Wissenschaftlicher Volontär

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Ines Hahn

Sammlungsleiterin Fotografie

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Der Nachlass

Der Nachlass von Bernd-Horst Sefzik (1942–1994) speist sich aus 20 Jahren fotografischer Tätigkeit. Er umfasst rund 45 Umzugskisten mit tausenden Abzügen und Negativen sowie rund 20 Schachteln mit großformatigen Abzügen vergangener Ausstellungen und Projekte. Der Bestand kam 2019 ans Stadtmuseum Berlin und wird aktuell erschlossen. Die hier präsentierten Reportagen geben Einblick in die vielfältige Arbeit des Bildjournalisten Sefzik.

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Facetten einer Fotografin – Alltag in der DDR

Heinrich Zille auf einer Postkarte von 1918
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Heinrich Zille

„Pinselheinrich“ und moderner Fotograf

© Stadtmuseum Berlin
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