Die Klosterkirche in Berlin

Ruine des Franziskanerklosters, Stadtspaziergang und Besuch des Märkischen Museums

Kombiführung für Kinder | Stadtspaziergang mit Museumsbesuch

Warum steht im Berliner Zentrum, unweit des Fernsehturms, eine alte Kirchenruine? Vor über 700 Jahren kamen Franziskanermönche nach Berlin, um hier, am damaligen Stadtrand, das „Graue Kloster“ zu errichten. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde dieses Kloster aufgegeben. Der berühmte Goldschmied und Drucker Leonhard Thurneisser wohnte, arbeitete und gründete hier in der Folge Berlins erste Druckerei, und wenig später wurde in den Gebäuden des ehemaligen Klosters auch das erste städtische Gymnasium von Berlin gegründet. 

Reste der mittelalterlichen Stadtmauer nahe der Klosterkirche © & Foto: Claudia Wasow-Kania

Nach der Zerstörung der Anlage im Zweiten Weltkrieg ist die Ruine der Klosterkirche nun als Baudenkmal eines der letzten erhaltenen Zeugnisse des alten Berlins. Noch heute erzählen ihre alten Gemäuer aus Backsteinen, ihre Grabdenkmäler und Inschriftenreste viele Geschichten, die in der Führung spielerisch entschlüsselt werden.

Nach der Besichtigung und Erforschung der Ruine führt ein Spaziergang an der nahegelegenen mittelalterlichen Stadtmauer vorbei und über die Spree zum Märkischen Museum. Dort können originale Objekte aus der Klosterkirchenruine, wie eine Grabplatte des Großkaufmanns Conrad von Beelitz, das Taufbecken und die Reste eines einst wichtigen Hauseingangs entdeckt werden. Auch in den Stadtmodellen Berlins lässt sich das Kloster im Wandel der Zeiten nachverfolgen und so die Stadtgeschichte Berlins erzählen.

Geeignet für 3. – 6. Klasse
Leitung: Claudia Wasow-Kania, Kunsthistorikerin und -vermittlerin, Kuratorin
Dauer: 3 Stunden

 

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Info

Museum

Märkisches Museum

Dialogische Führung

Mittelalter

Ort Zusatz

Treffpunkt: Eingang der Klosterruine
Klosterstraße 73a, 10179 Berlin

Kosten

Derzeit bietet das Stadtmuseum Berlin dieses Angebot kostenlos an

Kontakt

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