Die Gewölbedecke der Nikolaikirche
 

Museum Nikolaikirche

Mittelalterliches Baudenkmal und Museum des Ortes

Die Nikolaikirche prägt seit fast 800 Jahren das Nikolaiviertel und das Zentrum von Berlin: einst als Gotteshaus, jetzt als Museum der Kirchen-, Bau- und Stadtgeschichte. Die aus Felsteinen gemauerten, für Besucher zugänglichen Untergeschosse des Doppelturms gelten als die ältesten Räume Berlins, die heute noch erhalten sind.

Seit seinem Wiederaufbau zur 750-Jahr-Feier Berlins ist das einzigartige Baudenkmal ein Museum. Es beherbergt die Dauerausstellung Vom Stadtgrund bis zur Doppelspitze, die Einblicke in die Geschichte des Bauwerks und des benachbarten Nikolaiviertels bietet. Veranstaltungen und Konzerte, darunter ein wöchentliches Orgelspiel am Freitag, laden zu weiteren Besuchen ein. Ein eigenes Programm wendet sich an Kinder und Jugendliche.

Ein Ort der Bürger

Außenansicht der Nikolaikirche

Die Nikolaikirche war nicht nur ein Ort des Glaubens und eine Begräbnisstätte bedeutender Berliner Familien, sondern auch Ratskirche (Hauptkirche der Stadt) und Schauplatz historischer Ereignisse. Hier im Herzen des Nikolaiviertels wurde 1809 die erste Stadtverordnetensammlung vereidigt. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung konstituierte sich 1991 an gleicher Stelle das erste frei gewählte Gesamtberliner Abgeordnetenhaus. Auch bekannte Musiker und Komponisten wirkten hier. Noch heute finden regelmäßig Konzerte statt, etwa die jährlichen Adventskonzerte oder die wöchentliche Nikolai-Musik am Freitag. Seit 1939 nicht mehr kirchlich genutzt, steht die Nikolaikirche seit 1987 als Museum den Bürgern der Stadt und Besuchern aus aller Welt offen.

Wechselvolle Geschichte

Im Laufe der Geschichte wurde die Nikolaikirche mehrfach umgebaut und stilistisch verändert. Baugeschehen und Ausstattung spiegelten dabei immer auch den Gestaltungswillen und die wirtschaftliche Leistungskraft der Berliner Bürger wider. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts prägt der charakteristische Doppelturm die Silhouette der Stadtmitte. 

Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein Bombenagriff 1944 die Nikolaikirche fast völlig. Bis 1984 blieb sie eine Ruine. Wie das Nikolaiviertel wurde auch die Nikolaikirche erst zur 750-Jahr-Feier von Berlin im Jahr 1987 wiederaufgebaut. Mit Hilfe von Mitteln der Europäischen Union konnte das Stadtmuseum Berlin das Gebäude von 2008 bis 2010 besucherfreundlich sanieren. Mit ihrer wechselvollen Geschichte präsentiert sich die Nikolaikirche heute wieder als herausragendes Baudenkmal und als vielbesuchte Sehenswürdigkeit der Stadt.

Museum Nikolaikirche

Öffnungszeiten

täglich 10–18 Uhr
Bitte beachten Sie auch unsere Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Eintrittspreis

5,00 / erm. 3,00 Euro (inkl. Audioguide)
24.+ 25. August: 3,00 Euro (wg. Nikolaifestspielen)
bis 18 Jahre Eintritt frei
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei

Barrierefreiheit

Details auf Mobidat

geprüft barrierefrei

Adresse

Nikolaikirchplatz
10178
Berlin
Führungen & Workshops

Für Gruppen oder Schulklassen können Sie Workshops oder thematische Führungen durch unsere Museen direkt online buchen. Bei Fragen oder individuellen Wünschen rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

 

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030 24002 162
Mo–Fr 10–18 Uhr
Tastmodell der Berliner Nikolaikirche in der Ausstellung
Museum Nikolaikirche
Dauerausstellung
Architektur begreifen

Ausstellungserweiterung für blinde und sehende Menschen

Kunstwerk in Form eines  Kreuzes mit den sich kreuzenden Neon-Schriftzügen Kreuz und Weg in der Kanzel der Nikolaikirche
Aktuell
Kunstprojekt „KREUZ WEG“
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Künstlerische Interpretation des Ausstellungstitels von Mia Florentine Weiss
Museum Nikolaikirche
06.09. – 24.11.2019
KREUZ WEG

von Mia Florentine Weiss
Sonderausstellung