„... lebt und arbeitet in Berlin.“

alpha nova & galerie futura

18. Juni bis 2. Juli | 11. bis 21. August

Mit „...lebt und arbeitet in Berlin.“ widmet sich Sonya Schönberger in einer installativen Videoarbeit den unterschiedlichen Gründen, Erwartungen und Realitäten, die mit weiblicher Arbeitsmigration nach Berlin verknüpft sind. Zehn Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen, die in den letzten Jahrzehnten aus unterschiedlichen Ländern und in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens mit ihren individuellen Beweggründen nach Berlin kamen, treten in einen Austausch miteinander und teilen ihre Wünsche, Erwartungen und Erfahrungen.

Berlin ist seit jeher ein Ort, der mit der Vorstellung an ein besseres, sichereres und freieres Leben assoziiert wird. Heute ist Berlin mehr denn je eine Stadt der Zugezogenen. Eine Stadt, die speziell für Kunst- und Kulturschaffende einen Zufluchts- und Sehnsuchtsort verkörpert, an dem Selbstverwirklichung möglich scheint. In den persönlichen Geschichten der interviewten Frauen, ihrer Suche nach Arbeitsmöglichkeiten, Produktionsräumen, Netzwerken und prinzipiell einem selbstbestimmten Leben werden nicht nur private Motive, sondern auch strukturelle Schwierigkeiten und gesellschaftliche Hürden, die mit Migration generell und insbesondere mit Migration aufgrund von Arbeit verknüpft sind, sichtbar.

Silvina Der-Meguerditchian im Interview © Stadtmuseum Berlin | Foto: Sonya Schönberger

Ihre individuellen Erzählungen verdeutlichen kollektive sowie soziale und politische Strukturen innerhalb Berlins, in denen immer wieder auch Erfahrungen von Ausgrenzung im Allgemeinen und Sexismus, Rassismus und Klassismus im Speziellen ausgehandelt werden müssen. Das bietet zugleich Anlass dafür, Fragen nach dem aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Zusammenleben in der Stadt gerade in Hinblick auf die soziale und berufliche Gleichstellung von Frauen zu verhandeln. Insbesondere der Kunst- und Kulturbereich ist nach wie vor stark von strukturellen Ungleichheitsverhältnissen geprägt. Wie wollen und können wir in einer multipluralen Stadtgesellschaft miteinander leben? Wie können wir uns gegenseitig solidarisch (unter-)stützen und so Selbstverwirklichung und Selbstermächtigung tatsächlich leben?

Das Ausstellungsprojekt ist Teil des Video-Archivs Berliner Zimmer, das Sonya Schönberger 2018 in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin begonnen hat. 

Weitere Informationen unter: 30 37005547 I E-Mail: mail@alpha-nova-kulturwerkstatt.de I oder auf der Ausstellungswebseite der Kulturwerkstatt

alpha nova & galerie futura

Öffnungszeiten

18.06. – 02.07. + 11. – 21.08.
Mi – Sa | 16 – 19 Uhr

Eintrittspreis

frei

Barrierefreiheit

 Für Menschen mit Hör-, Seh- bzw. kognitiven Einschränkungen sind die Räume bearrierefrei, für Menschen mit motorischen Einschränkungen nach vorheriger Anmeldung (keine rollstuhlgerechte Toilette vorhanden). Bei Bedarf personelle Unterstützung für Menschen mit Behinderung vor Ort.

Adresse

Am Flutgraben 3
12435
Berlin

Anfahrt

keine Informationen vorhanden

© Stadtmuseum Berlin
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