Foto eines Stadtmodells von Berlin im Mittelalter mit Fernsehturm als Orientierungspunkt

Vom Marktort zur Metropole

Schülerführung für Jugendliche

Beim Vergleich von drei großen Stadtmodellen wird den Schülerinnen und Schülern die frühe Stadtentwicklung Berlins anschaulich.

  • Das erste Modell zeigt Berlin-Cölln um 1450. Hier steht das Mittelalter im Fokus: die Stadtgründung als Doppelstadt, die wichtigsten Bauwerke und wo die Spuren des mittelalterlichen Berlins heute noch zu finden sind. 
  • Das zweite Modell bildet Berlin im 17. Jahrhundert ab. Hier zeugen das Stadtschloss und der Festungsring von großen Veränderungen.
  • Das dritte Modell verdeutlicht die weitere Ausdehnung der Stadt. Hier finden die Jugendlichen vieles wieder, was bis heute erhalten geblieben ist, vor allem im Bereich der Friedrich- und Dorotheenstadt und im Bereich der Tore der ehemaligen Akzisemauer.

Stadtentwicklung bis ins frühe 19. Jahrhundert

Anhand der Stadtmodelle und alter Stadtpläne lernen die Schülerinnen und Schüler die Entwicklung Berlins im Überblick kennen, von den Anfängen der Doppelstadt im Mittelalter bis zur Zeit Friedrichs des Großen. Weitere Meilensteine werden durch verschiedene Objekte in der Ausstellung vermittelt.

Die Umgestaltung des Brandenburger Tors vom normalen Stadttor zum Triumphtor machen den Bedeutungszuwachs der Residenzstadt nachvollziehbar. Außergewöhnliche Objekte wie ein großes Vorhängeschloss vom Brandenburger Tor und ein „Fangeisen" erzählen die Alltagsgeschichte dieses Wahrzeichens. Das Leben in Berlin im frühen vorindustriellen 19. Jahrhundert zeigt sich bei Darstellungen der Straße Unter den Linden, am Gendarmenmarkt mit dem Schauspielhaus und an der Ansiedelung der Hugenotten.

Carl Eduard Biermann: Borsig´s Maschinenbau-Anstalt zu Berlin, 1847 © Stadtmuseum Berlin | Reproduktion: Oliver Ziebe | Erworben mit Unterstützung der Kunststiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, des Verein der Freunde und Förderer des S

Industrialisierung

Den Beginn der Industrialisierung und die Konsequenzen für die Stadtentwicklung sehen die Jugendlichen exemplarisch anhand der Firma Borsig. Die veränderten Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeit werden im Vergleich zum historisierenden Handwerksbild, das der Zunftsaal des Märkischen Museums widerspiegelt, besonders deutlich.

Was bedeutete der hohe Bedarf an Arbeitskräften für die Stadt? Wo standen die ersten Fabriken? Was verstand man unter „Feuerland"? Wo lebten die Arbeiter, und wie waren ihre Arbeitsbedingungen? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Workshops beantwortet.

Blick ins 20. Jahrhundert

Erweiternd ist es möglich, bis ins 20. Jahrhundert zu den Beweggründen für die Bildung Groß-Berlins im Jahr 1920 und deren Folgen zu blicken. Exemplarisch für das frühe 20. Jahrhundert steht der Kurfürstendamm als neue Flaniermeile im Westen der Stadt. Zum Abschluss der Führung werden dann das Hansaviertel und die Stalinallee als wesentliche Elemente der Stadtplanung in der geteilten Stadt ab der Mitte des 20. Jahrhundert erörtert. 

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DIALOGISCH-AKTIVE FÜHRUNG

Dauer

90 Minuten

Museum

Märkisches Museum

Thema

Mittelalter
Politik und Alltag

Alter

Ab 7. Klasse

Kosten

3,- pro Person, mindestens 50,- Euro;
fremdsprachig mindestens 60,- Euro

Bei großen Gruppen wird empfohlen, zwei Führungen zu buchen.

Kontakt

INFOLINE

Mo Fr 10 18 Uhr

030 24002 162
Führungen & Workshops

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Situation eines Workshops im Märkischen Museum © Stadtmuseum Berlin | Foto: Valerie von Stillfried
Märkisches Museum
Workshop
„Erinnere Dich an mich!“

Alltagsleben, Kunst und Musik im Berlin der NS-Zeit | ab 7. Klasse